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Neu im Squash Shop

Der Squash Shop von tennistown ist nach Ausrüstungsteilen gegliedert, vom Einsteigerrahmen bis zur Ausrüstung für die Liga. Der Court ist dabei überall derselbe. Zwischen den Spielflächen misst er nach der Spezifikation der World Squash Federation 9.750 Millimeter in der Länge und 6.400 Millimeter in der Breite. Was zwei Spieler darauf unterscheidet, ist die Ausrüstung, und die wird meist in der Reihenfolge gekauft, in der sie gebraucht wird. Rahmen und Ball stehen am Anfang, der Schuh kommt nach den ersten Wochen dazu, der Nachschub danach von allein.



Was der Weltverband vorgibt


Der Weltverband regelt im Squash mehr als die Zählweise. Für Boden, Rahmen und Saite stehen Grenzwerte fest, die im Handel niemand überschreitet. Nachlesen lohnt trotzdem, denn aus jeder Vorgabe folgt eine Kaufentscheidung.










Vorgabe des WeltverbandsDer festgelegte WertWas daraus für den Kauf folgt
Bodenhart und glatt, nur begrenzt federnd, im normalen Spiel sicherer Standeine flache Sohle, die beim Abstoppen greift; ein Laufschuh rollt ab, statt zu tragen
Rahmenmaßhöchstens 686 Millimeter lang und 215 Millimeter breit, besaitete Fläche bis 500 Quadratzentimeterüber die Größe trennen sich die Modelle nicht, sondern über Kopfform und Balance
Rahmengewichthöchstens 255 Grammdas Limit trifft niemanden, die Rahmen im Sortiment liegen zwischen 90 und 220 Gramm
SaiteDarm, Nylon oder ein Ersatzstoff, kein Metall, höchstens zwei Lagenentschieden wird über Stärke und Standzeit, nicht über das Material
Schutzband am Kopfweiß, farblos oder unpigmentiert; farbig nur, wenn der Hersteller nachweist, dass nichts abfärbtder Rahmen darf jede Farbe haben, das Band bleibt das Verschleißteil an der Wand


Am unmittelbarsten wirkt sich der Boden aus. Er nimmt entweder kleine Feuchtigkeitsmengen auf, ohne rutschig zu werden, oder er wird bei versiegelter Oberfläche nach nationalen Normen auf Rutschhemmung geprüft. Auf einem solchen Belag zählt die Außenkante, die im Ausfallschritt in die vordere Ecke nicht wegknickt. Wonach sich das im Einzelnen richtet, steht bei den Schuhen fürs Squash.



Drei Wege auf den Court


Die erste Stunde läuft fast immer mit Leihgerät aus der Halle. Beim ersten eigenen Rahmen zählt weniger die Serie als die Balance, und die verteilt sich im Sortiment breit. Knapp die Hälfte der Squashschläger ist kopflastig, knapp ein Drittel ausgewogen, rund ein Viertel grifflastig. Für den Anfang trägt der ausgewogene Rahmen am weitesten, weil er unsaubere Treffpunkte verzeiht und in der Abwehr schnell genug bleibt. Dazu ein schneller Ball, denn ein kalter Turnierball bleibt in den ersten Minuten schlicht liegen.


Einmal die Woche nach Feierabend bringt ein robuster Allroundrahmen mit mittlerem Ball mehr als das Modell aus dem Weltcup. Im Verein sieht die Rechnung anders aus. Dort liegt der langsame Ball auf dem Court und im Ligaspiel der sehr langsame, der Rahmen darf kopflastig und steif sein, und ein zweiter Rahmen im Gepäck ersetzt die gerissene Saite mitten im Satz. Welche Geschwindigkeit zum eigenen Spiel passt, steht bei den Squashbällen.


Das Gewicht folgt diesen Wegen nur zum Teil. Die meisten Rahmen liegen zwischen 120 und 135 Gramm, quer durch alle Preislagen. Deutlich schwerer werden Freizeit-, Verleih- und Kindermodelle, und den schwersten Punkt markiert ein Aluminiumrahmen für den Verleih. Im Schlägerregal sind die Zielgruppen mehrfach vergeben, ein Rahmen steht also gleichzeitig bei Clubspielern und bei Turnierspielern. Eine Aufteilung des Bestands ist das nicht, es zeigt aber, wo der Schwerpunkt liegt, nämlich bei den Clubspielern mit dem Turniersegment dicht dahinter.



Was zuerst nachgekauft wird


Nach dem ersten Kauf entscheidet nicht mehr die Auswahl, sondern der Verschleiß, und der kommt im Squash von den Wänden. Das Schutzband am Rahmenkopf scheuert an Putz und Beton durch, während der Rahmen darunter noch heil ist. Wer eng an der Seitenwand steht, tauscht es mehrmals im Jahr. Ähnlich zuverlässig gibt die Wicklung am Griff nach, denn bei feuchter Hand dreht sich der Rahmen und wird nachgefasst. Eine Ersatzrolle aus den Griffbändern für Squash gehört deshalb ins Seitenfach. Die Bespannung meldet sich zuletzt und leise. Zuerst lässt der Zug nach, dann spielt sie sich stumpf, gerissen ist sie meist erst viel später.



Passform am Griff, Standzeit an der Saite


Am Griff wird die Passform gemacht, nicht am Rahmen. Ein Basisband misst 1,5 bis 2,2 Millimeter und ersetzt die Werkswicklung, ein Overgrip 0,45 bis 0,75 Millimeter und kommt darüber. Gut zwei Drittel der Bänder im Squashregal sind Overgrips, und mit zwei Lagen davon wächst ein zu dünner Griff spürbar. Am häufigsten liegt das Griffgefühl im ausgewogenen Bereich, daneben stehen haftende Bänder für feuchte Hände und einzelne betont trockene für alle, die den Rahmen lieber selbst festhalten. Squashspezifisch ist davon wenig, die meisten dieser Bänder führen wir zugleich im Tennisbereich.


Bei den Squashsaiten liegt die Stärke zwischen 1,15 und 1,25 Millimetern. Dünn heißt mehr Ballgefühl und mehr Schnitt bei kürzerer Standzeit, dick heißt umgekehrt. Ashaway stellt hier die meisten Artikel und führt seine Saiten in 1,15 und 1,25 Millimetern, die Zwischenstärke von 1,20 Millimetern kommt von Karakal und Prince. Etwa die Hälfte kommt als Set für einen Rahmen, der Rest als Rolle für die eigene Maschine. Im kalten Auto hat ein Rahmen nichts verloren, dort lässt die Bespannung schneller nach als im Schrank.



Marken im Squashbereich


Bei den Rahmen stehen Dunlop und Head vorn, dahinter folgen OLIVER und Tecnifibre, dazu Karakal, Wilson, Victor und Prince. Bei den Saiten führt Ashaway, ergänzt um Karakal und Tecnifibre. Im Schuhregal stehen ganz andere Namen, weil Hallensohlen sportartübergreifend gebaut werden. Puma, adidas und hummel stellen dort den Großteil, dazu kommen Salming, Asics und Victor, und dieselben Marken tragen das Hallenschuhregal im Badmintonbereich.


Bei den Squashtaschen mischen sich die Teamsportmarken Jako, Erima und hummel mit Dunlop, Victor, Tecnifibre und OLIVER. Rucksäcke und Sporttaschen in mittlerer und großer Größe machen den Großteil aus, ein eigenes Schlägerfach führen nur einzelne Modelle. Ähnlich sieht es bei der Bekleidung fürs Squash aus, wo Jako, Erima, Craft, hummel und Head das Regal füllen, von der Kurzarmware bis zur Jacke für vor und nach dem Spiel. Bandagen für Knie und Sprunggelenk, Handtücher, Trinkflaschen und Schlägerhüllen liegen beim Zubehör rund um den Court. Ein einzelnes Griffband kostet wenige Euro, ein Saitenset bleibt im niedrigen zweistelligen Bereich. Nach oben ist die Spanne bei Rahmen, Schuhen und Saitenrollen ähnlich weit.



Squash im Hallenjahr


Squash kennt keine Sommerpause und keine Punktspielrunde, die den Nachkauf taktet. Gerechnet wird deshalb in Spielstunden statt in Monaten. Wer zweimal die Woche auf dem Court steht, tauscht das Band mehrmals im Jahr und die Bespannung ein- bis zweimal, den Schuh dann, wenn der Halt in der seitlichen Bewegung nachlässt.


Was sich übers Jahr ändert, ist die Temperatur. Der Weltverband empfiehlt für Courts eine Heiz- oder Klimaanlage, die zwischen 15 und 25 Grad Celsius hält, mit einem Idealbereich von 18 bis 20 Grad. Bleibt eine Anlage im Winter darunter, merkt man das am Ball und an den Waden. Auf dem Court selbst bleibt die Kleidung trotzdem kurz, weil die Belastung die Wärme liefert. Die lange Lage wird davor und danach gebraucht, auf dem Weg vom Umkleideraum zum Court und in der Pause zwischen zwei Sätzen.



Was vor der ersten Courtstunde gefragt wird


Was braucht man für Squash?


Rahmen, Ball und einen Hallenschuh. Court, Wände und Linien stellt die Anlage, gebucht wird meist stundenweise. Für den Start genügt ein fertig besaiteter Allroundrahmen und ein schneller Ball. Overgrip, Hülle und die eigene Saite kommen in den ersten Wochen dazu.


Was ist der Unterschied zwischen einem Squash- und einem Tennisschläger?


Vor allem der Zuschnitt und das Gewicht. Ein Squashrahmen ist schmal gebaut, die Verbandsspezifikation begrenzt ihn auf 686 Millimeter Länge und 215 Millimeter Breite, das Gewicht auf 255 Gramm. Die Rahmen im Sortiment bleiben klar darunter, die Saite dazu liegt zwischen 1,15 und 1,25 Millimetern.


Welche Schuhe braucht man für Squash?


Einen Hallenschuh mit flacher Bauhöhe und festem Seitenhalt. Der Courtboden ist nach der Verbandsspezifikation hart und glatt, federt nur begrenzt und muss sicheren Stand geben, notfalls über eine geprüfte Rutschhemmung. Auf diesem Belag zählt der Grip beim Abstoppen, nicht die Abrollbewegung eines Laufschuhs.


Braucht man beim Squash eine Schutzbrille?


Im Einzel empfiehlt der Weltverband sie, vorgeschrieben ist sie dort nicht. Pflicht ist sie für Junioren unter 19 Jahren bei WSF-Team- und Juniorenmeisterschaften sowie durchgehend im internationalen Doppel. Anerkannt sind Brillen nach ISO 18527-2:2021, BS EN 18527-2:2021 und ASTM F3164-19.


Warum ist Squash so anstrengend?


Weil der Ball von den Wänden zurückkommt und dadurch selten aus dem Spiel geht. Gezählt wird nach Rally Point, jeder Ballwechsel bringt einen Punkt, der Satz geht auf 11 und bei 10:10 bis zwei Punkte Vorsprung. Ein Match über fünf Sätze bedeutet entsprechend viele Antritte auf engem Raum.