Der Badminton Shop von tennistown deckt den gesamten Hallenbedarf ab. Rahmen und Saiten liegen hier neben Bällen, Schuhen, Griffbändern, Taschen und Bekleidung. Gegliedert ist das Sortiment nach Ausrüstungsteilen, und ungefähr in dieser Reihenfolge wird auch gekauft: zuerst der Schläger, dann der Schuh, dann der Ball. Wer länger dabei ist, kommt meist wegen Verschleiß zurück, und dann entscheidet die Saite über das Spielgefühl, nicht der Rahmen.
Welches Ausrüstungsteil worüber entscheidet
Vier Teile tragen die Kaufentscheidung, der Rest folgt daraus. Der Rahmen bestimmt, wie viel Kraft hinten im Feld ankommt und wie schnell die Hand am Netz ist. Sein Gewicht steht als U-Zahl am Schaft, wobei 4U die Klasse von 80 bis 84 Gramm bezeichnet und 3U die von 85 bis 89 Gramm. Der leichtere Rahmen kommt am Netz schneller herum, der schwerere liegt im Smash ruhiger. Die gängigen Griffgrößen liegen bei G4 bis G6, und die höhere Zahl steht für den dünneren Griff. Die Außenmaße sind dagegen festgeschrieben. Nach den Spielregeln des Deutschen Badminton-Verbands darf ein Rahmen 680 Millimeter in der Gesamtlänge und 230 Millimeter in der Breite nicht überschreiten, die besaitete Fläche höchstens 280 mal 220 Millimeter messen.
Die Saite entscheidet über Ballgefühl und Haltbarkeit, die Bespannungshärte über Kontrolle. Welche Spanne ein Rahmen verträgt, steht auf dem Rahmen selbst und hängt am Gewicht. Yonex gibt für den ASTROX 100ZZ in der 4U-Version 20 bis 28 lbs an, für die schwerere 3U-Version 21 bis 29 lbs. Beim Schuh hängt alles am Ausfallschritt. Eine flache, nicht abfärbende Sohle greift auf Hallenboden, ohne Streifen zu hinterlassen, während ein Laufschuh seitlich wegkippt. Der Ball bestimmt schließlich das Tempo des ganzen Abends.
| Ausrüstungsteil | Was daran hängt | Wer besonders darauf achtet |
|---|---|---|
| Rahmen: Gewicht und Balance | Druck im Smash gegen Tempo am Netz | Umstieg vom Leihschläger auf den eigenen |
| Saite und Bespannungshärte | weich beschleunigt von selbst, hart gibt Kontrolle | alle, die eine Bespannung schon einmal haben reißen sehen |
| Ball: Naturfeder oder Kunststoff | Flugbild und Kosten je Trainingsabend | Trainingsgruppen und Ferienfreizeiten |
| Schuh: Sohle und Seitenhalt | Halt im Ausfallschritt, Schutz für Sprunggelenk und Knie | Umsteiger, die bisher im Laufschuh gespielt haben |
| Griffband | Kontakt zur Hand, baut zugleich die Griffstärke auf | feuchte Hände, Wechsel zwischen zwei Rahmen |
| Tasche und Bekleidung | Transport und Schutz vor Kälte auf der Bank | Schulsport und Trainingsbetrieb mit viel Gepäck |
Naturfederball oder Kunststoffball
Über eine Saison kostet die Ballsorte mehr Geld als mancher Rahmen. Entschieden wird sie trotzdem meist nebenbei. Ein Naturfederball trägt 16 Federn an einer Basis von 25 bis 28 Millimetern Durchmesser, klassisch aus Kork mit einer dünnen Lederschicht darüber. Er fliegt präziser und bremst am Ende der Flugbahn deutlicher ab, hält dafür kürzer. Beim Kunststoffball ersetzt ein Korb aus synthetischem Material die Federn, und weil sich dieses Material anders verhält, lässt der Deutsche Badminton-Verband dort eine Abweichung von bis zu 10 Prozent zu. Daher rührt der Unterschied im Flug, den jeder merkt, der von Nylon auf Feder umsteigt. Im Training und im Schulsport liegt meist Nylon in der Dose, im Punktspiel die Feder.
Was der Einstieg braucht und was später dazukommt
Für die ersten Wochen genügt ein leichter, ausgewogener Rahmen, dazu ein Hallenschuh und ein Röhrchen Kunststoffbälle. Wer vom Leihgerät auf das eigene Gerät umsteigt, findet den passenden Einstieg bei den Badmintonschlägern, wo neben den Turnierserien auch robuste Modelle für Schulsport und Jugendtraining stehen. Ein zweiter Rahmen lohnt erst, wenn eine gerissene Saite ein Punktspiel kosten würde.
Nach ein paar Wochen meldet sich der Hallenboden, und zwar an den Füßen. Badminton besteht aus kurzen Antritten und abrupten Stopps, und dafür brauchen Badmintonschuhe eine feste Ferse und eine Sohle, die seitlich nicht nachgibt. Im Sortiment steht diese Auslegung als Haupteigenschaft im Filter, und Stabilität und Dämpfung stellen dort zusammen gut die Hälfte. Daneben liegen leichte und besonders bewegliche Modelle. Die Filterwerte gehen im Bestand allerdings nicht auf, eine Aufteilung des Regals ist das also nicht.
Kinder und Jugendliche brauchen weniger Ausrüstung, als der Trainingsplan vermuten lässt. Kürzere Rahmen und leichtere Bälle gehören aber dazu. In einer kühlen Halle hält eine langärmlige Lage aus der Badmintonbekleidung zwischen den Sätzen warm. Kalte Muskeln zerren im ersten Ballwechsel nach der Pause leichter.
Verschleiß: was zuerst aufgibt
Zuerst geht fast immer das Griffband. Rutscht der Griff, drückt die Hand nach, und das spürt am Ende der Unterarm. Eine Rolle kostet wenig, deshalb gehört Ersatz aus den Badmintongriffbändern ins Seitenfach. Danach folgt die Saite. Auch ohne Riss verliert sie Spannung und spielt sich stumpf. Neue Saiten zieht unsere eigene Besaitung auf, unbesaitete Rahmen ebenso, und die gewünschte Härte bleibt innerhalb der Spanne, die der Hersteller auf den Rahmen gedruckt hat.
Der Schuh gibt am unauffälligsten nach. Die Zwischensohle verliert Rückstellung, lange bevor das Obermaterial reißt, und sichtbar wird das an der glatt gelaufenen Zone unter dem Ballen, dort wo der Ausfallschritt bremst. Bälle altern dagegen im Karton, denn Naturfedern werden trocken und brechen früher. Kühl und trocken gelagert halten sie länger, im Kofferraum über den Sommer nicht. Für den Transport von Rahmen, Schuhen und Ball führen wir Badmintontaschen vom Einzelfach bis zum Racketbag.
Marken im Badmintonbereich
Bei den Rahmen tragen Yonex und Victor den größten Teil, dahinter folgen Oliver, Forza, RSL, Talbot Torro, Carlton, Karakal und Pro Kennex. Dieselben Namen prägen die Bälle, nur in anderer Reihenfolge, denn dort stellen Victor und Yonex die breiteste Auswahl. Bei den Saiten dominiert Yonex, ergänzt um Ashaway.
Die Schuhe kommen aus einer anderen Ecke, weil Hallensohlen quer über die Rückschlagsportarten gebaut werden. adidas, Puma, Yonex, hummel, Salming und Asics decken diesen Bestand ab. Preislich reicht der Bereich vom Griffband für ein paar Euro über Schuhe und Taschen im zweistelligen Bereich bis zum Turnierrahmen im dreistelligen. Was sonst noch in die Halle mitkommt, Netze, Schweißbänder, Socken und Hüllen, steht beim Badmintonzubehör.
Hallensaison, Sommerpause und Spiel im Freien
Gespielt wird in der Halle, und die Punktspielrunde zieht sich von September bis April. Mit dem Saisonstart wird die Ausrüstung wieder gebraucht, und dann fällt auf, was im Frühjahr liegen geblieben ist: die Bespannung von der letzten Runde, ein durchgelaufenes Paar Schuhe, ein Kind, das aus dem kurzen Rahmen herausgewachsen ist. Eine neue Bespannung gehört an den Anfang der Runde und nicht in die Wochen danach.
Im Sommer wandert das Spiel nach draußen, und dort gelten andere Regeln. Schon leichter Wind trägt den Ball aus der Bahn, Naturfedern nehmen Feuchtigkeit auf. Im Garten oder am Strand spielt sich ein schwerer Kunststoffball ruhiger, ein eigenes Netz mit Standfüßen ersetzt die Halle. Sportlich vergleichbar ist das nicht. Auf dem Feld liegt die Netzoberkante in der Mitte auf 1,524 Metern und an den äußeren Begrenzungslinien des Doppelfeldes auf 1,55 Metern, und die Pfosten stehen auf den Seitenlinien des Doppelfeldes, gleichgültig ob einzeln oder zu viert gespielt wird.
Vom Federball bis zum Hallenschuh: häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Badminton und Federball?
Der Ball ist derselbe, das Drumherum nicht. Federball meint das freie Zuspiel im Garten, ohne Netz und ohne Zählung. Badminton läuft auf genormtem Maß: Das Netz ist 760 Millimeter tief und 6,02 Meter breit, die Netzanlage samt Pfosten misst wenigstens 6,10 Meter. Die Linien sind 40 Millimeter breit und gehören zu dem Feld, das sie begrenzen.
Was braucht man für den Einstieg?
Rahmen, Hallenschuh, Bälle. Mehr nicht. Netz und Feld stellt die Halle. Für den Anfang reicht ein fertig besaiteter Rahmen, an der Härte wird später gedreht. Sinnvoll ist ein leichter Rahmen mit ausgewogener Balance, weil er unsaubere Treffpunkte verzeiht. Griffband, Hülle und die eigene Saite kommen dazu, sobald sich das Spiel gefestigt hat.
Welche Schuhe braucht man für Badminton?
Einen Hallenschuh mit nicht abfärbender Sohle, flacher Bauhöhe und festem Seitenhalt. Laufschuhe sind zu hoch gebaut und auf Abrollen ausgelegt, im seitlichen Ausfallschritt kippen sie. Schuhe aus dem Squashbereich und Hallenhandballschuhe funktionieren dagegen, weil sie derselben Belastung standhalten müssen. Bei Kindern lohnt eine Nummer Wachstumsreserve, keine zwei.
Kann man Badminton draußen spielen?
Zum Spaß ja, sportlich kaum. Ein Federball wiegt nach den Spielregeln zwischen 4,74 und 5,50 Gramm, und bei so wenig Masse reicht ein Windstoß, um die Flugbahn unberechenbar zu machen. Auf der Wiese hält ein schwerer Kunststoffball besser dagegen als jede Naturfeder. Wer Länge und Tempo trainieren möchte, braucht die Halle.