Sporttaschen für den Fußball und den übrigen Teamsport liegen hier in weit über hundert Modellen, den größten Teil davon tragen Jako, Erima und hummel. Das reicht vom Sportbeutel für das Kindertraining über die Trainingstasche mit Bodenfach bis zum Ballsack für den Übungsbetrieb, dazu kommen Rucksäcke und Schuhbeutel. Fast neun von zehn Modellen bleiben unter 30 Euro, der Preis entscheidet die Wahl also selten. Wichtiger sind zwei Fragen: Wie viele Liter braucht es, und sollen Schuhe und nasse Wäsche getrennt vom Rest liegen?
Wie groß die Tasche sein muss
ERIMA staffelt seine Trainingstaschen in drei Größen und schreibt das an die eigene Kategorie. Was S, M und L bedeuten, sagt aber weder der Buchstabe noch das Etikett. Die Antwort steht im Produktnamen, denn bei gut zwei Dritteln der Modelle hier liegt die Literzahl daneben, und über Jako, Erima, hummel und Kempa hinweg passen die Spannen zusammen.
Ausgezählt sieht das so aus: S liegt zwischen 25 und 35 Litern, M zwischen 43 und 60, L breit geführt zwischen gut 60 und 95. Zwischen den Stufen bleibt jeweils eine Lücke, eine Tasche fällt also selten zwischen zwei Größen. Für einen normalen Trainingsabend mit Schuhen im Bodenfach reicht M. S ist die Größe für Kinder und für den Hallenabend ohne Wechselwäsche, L die für das Auswärtsspiel, bei dem Regenjacke, Wechseltrikot und ein zweites Paar Fussballschuhe mitfahren. Darüber liegen einzelne Reisemodelle, hummel führt seine Tasche mit Rollen zusätzlich als XL. Wer unsicher ist, nimmt lieber die kleinere Tasche mit Bodenfach als die größere ohne: Eine halbleere große Tasche kippt beim Tragen um, eine volle mittlere steht.
| Typ und Volumen | Was hineingeht | Passt zu |
|---|---|---|
| Sportbeutel oder Schuhbeutel | Trikot, Stutzen und Schuhe für eine Einheit, ohne getrennte Fächer | von der Schule direkt zum Platz |
| kleine Tasche, 25 bis 35 Liter | Trikot, Stutzen, Schienbeinschoner, Trinkflasche | Kindertraining, kurzer Weg mit dem Rad |
| mittlere Tasche, 43 bis 60 Liter | komplette Ausrüstung eines Trainingsabends samt Schuhen im Bodenfach | zweimal die Woche Training |
| große Tasche, breit geführt zwischen gut 60 und 95 Litern | Wechseltrikot, Regenjacke, zwei Paar Schuhe, Handtuch | Auswärtsspiel, Turniertag, Trainingslager |
| Rucksack | Trikot, ein Paar Schuhe, Trinkflasche, Hände bleiben frei | Anfahrt mit Rad oder Bahn |
| Ballsack oder Balltasche | mehrere Bälle für eine Trainingseinheit | Trainer und Betreuer |
Vom Bambinitraining bis zum Auswärtsspiel
Im Bambini- und Juniorentraining trägt das Kind die Tasche selbst, und das entscheidet die Größe. Die Auszeichnung nach Zielgruppe kennt drei Altersstufen von drei bis dreizehn Jahren, einzelne Modelle heißen im Namen Bambini oder Junior. Ein Sportbeutel oder eine kleine Tasche reicht dort, solange Schuhe und Schienbeinschoner das Gepäck sind. Diese Angaben überschneiden sich allerdings: Ein Modell trägt oft Damen, Herren und Unisex gleichzeitig, die Summe liegt deshalb über der Artikelzahl.
Bei zwei Einheiten in der Woche beantwortet sich die Frage nach dem Bodenfach von selbst, denn nasse Stollen gehören nicht auf das Trikot. Dann wird es die mittlere Tasche. Torhüter rechnen eine Stufe höher: Handschuhe, lange Hose, Ellbogenschutz und ein zweites Trikot brauchen mehr Raum als Feldspielergepäck, und feuchte Torwarthandschuhe gehören ohnehin in ein eigenes Fach. Trainer und Betreuer packen anders. Bei ihnen zählt der Ballsack, dazu eine Tasche, in die Leibchen und Pumpe passen. Der übrige Platzkram liegt beim Trainerbedarf und Platzzubehör.
Bodenfach, Nassfach und was das Material aushält
Das Bodenfach ist der Grund, warum Sportbeutel und Tasche nicht dasselbe sind. JAKO nennt für seine Modelle mit Bodenfach Platz für bis zu drei Paar Schuhe samt Kleinkram, getrennt von den Textilien, und schreibt dem Fach zugleich mehr Stabilität für die ganze Tasche zu. ERIMA gibt für seine Sporttaschen mit Nassfach zwei Paar an. Die beiden Marken zählen also unterschiedlich, eine gemeinsame Zahl gibt es nicht. Im Produktnamen steht das Fach bei rund jedem dritten Modell hier.
Das Nassfach löst ein anderes Problem. Es sitzt nach Angabe von JAKO bei den meisten Taschen außen an der Seite und nimmt die durchgeschwitzte Kleidung auf, damit der Geruch nicht in den Innenraum zieht; ERIMA setzt an die Seitentasche zusätzlich Lüftungsöffnungen. Gut ein Viertel der Modelle hier ist mit einem Nassfach ausgezeichnet, knapp ein Viertel mit einem Schuhfach. Auch diese Werte überschneiden sich, eine Tasche trägt meist mehrere Merkmale gleichzeitig. Einen Tragegriff haben knapp vier von fünf Modellen, ein Schultergurt liegt bei gut sechs von zehn dabei.
Beim Material nennt JAKO für die eigenen Taschen 100 Prozent Polyester, ERIMA beschreibt sein Polyester als wasser- und schmutzabweisend. Wasserdicht ist etwas anderes: Fünf Minuten Regen machen nichts, ein Nachmittag im Nassen zieht durch. Den eigentlichen Schutz übernimmt der verstärkte Boden, den ERIMA für nasse Untergründe angibt. Er hält den Inhalt sauber, wenn die Tasche auf dem Rasen oder im Duschbereich steht. Nasse Fussballbekleidung gehört noch am Platz ins Nassfach und nicht ins Hauptfach.
Über die Saison hinweg
Die Fußballsaison läuft in zwei Halbserien mit einer Winterpause dazwischen, und die Tasche wird in beiden unterschiedlich voll. Im Spätherbst und im zeitigen Frühjahr kommen Aufwärmjacke, lange Hose, Handschuhe und ein zweites Handtuch mit, oft auch ein Paar Schuhe für den nassen Platz und eines für die Halle. Die mittlere Tasche, die im Sommer reicht, wird dann schnell zu knapp. Für die Hallenrunde im Winter fährt zusätzlich ein Paar Schuhe mit sauberer Sohle mit, das nicht neben den Stollen liegen sollte. Nach dem Training kommt die Tasche auch im Winter offen in den Flur und nicht über Nacht in den Kofferraum, sonst zieht die Feuchtigkeit ins Futter.
Wer die Taschen baut und was sie kosten
Den weitaus größten Teil des Sortiments tragen Jako, Erima und hummel, dahinter folgt Powershot mit einer kleineren Reihe, dazu kommen einzelne Modelle von Derbystar, Kempa, Select und Craft. Einen großen Teil ihrer Taschen führen Erima und Jako in Teamlinien: Six Wings und Intro bei Erima, One und Iconic bei Jako. Bei hummel sind es einzelne Modelle aus der Linie Essential. Innerhalb dieser vier Linien läuft die Größenstaffel durch: S, M und L stehen jeweils nebeneinander. Wer bei einer Linie bleiben will, bekommt dort alle drei Größen. Bei den Farben liegt der Schwerpunkt auf schwarz und blau, die zusammen knapp zwei Drittel stellen; danach folgen rot, grün und grau.
Nach Bauart sortiert sich das Sortiment in mittlere und große Taschen, die zusammen gut zwei Drittel stellen, dazu kleine Taschen und Beutel; Rucksäcke machen gut jedes zehnte Modell aus, Taschen mit Rollen sind eine Handvoll. Preislich bleibt fast alles unter 30 Euro, gut jedes sechste Modell sogar unter 15. Nach oben wird die Schicht dünn, dort stehen einzelne große Reisemodelle. Fast jede Tasche ist für mehrere Sportarten freigegeben, die Summe der Freigaben liegt bei einem Vielfachen der Artikelzahl. Das ist keine Aufteilung des Sortiments: Dieselbe Tasche fährt im Fußball, im Handball und in der Halle. Kleinteile für das Seitenfach stehen im Fussballzubehör, alles Weitere eine Ebene höher im Fussballbereich.
Größe, Fächer und Pflege: die häufigsten Rückfragen
Wie viel Liter braucht ein Trainingsabend?
Die mittlere Größe, ausgezählt zwischen 43 und 60 Litern, deckt einen Trainingsabend mit Schuhen ab. Kinder kommen mit 25 bis 35 Litern aus. Für Auswärtsspiele mit Wechseltrikot und zweitem Paar Schuhen wird es die große Tasche ab gut 60 Litern. Die Literzahl steht bei den meisten Modellen im Produktnamen, der Buchstabe auf dem Etikett führt allein nicht weiter.
Was bringt ein Bodenfach?
Es trennt die Schuhe von der Kleidung und macht die Tasche stabiler. JAKO nennt für die eigenen Modelle Platz für bis zu drei Paar Schuhe und schreibt dem Fach mehr Stabilität zu, ERIMA gibt für seine Taschen mit Nassfach zwei Paar an. Bei rund einem Drittel der Modelle hier steht das Bodenfach im Namen, knapp ein Viertel ist mit einem Schuhfach ausgezeichnet.
Ist eine Sporttasche wasserdicht?
Nein. ERIMA beschreibt sein Polyester als wasser- und schmutzabweisend, und das meint etwas anderes. Kurzer Regen auf dem Weg zur Kabine macht nichts, dauerhafte Nässe zieht durch. Der verstärkte Boden ist der eigentliche Schutz, wenn die Tasche auf nassem Untergrund abgestellt wird.
Welche Tasche trägt ein Kind selbst zum Platz?
Ein Sportbeutel oder eine kleine Tasche der Größe S. Der Beutel sitzt kurz am Rücken und lässt sich vollgepackt noch selbst tragen. Ausgewiesene Kindermodelle führt JAKO unter den Namen Bambini und Junior. Eine große Tasche schleift bei kleinen Kindern über den Boden und bleibt auf halbem Weg zum Platz stehen.
Kann man eine Sporttasche waschen?
Eine Waschtemperatur nennen JAKO und ERIMA für diese Taschen nicht, deshalb steht hier auch keine; verbindlich ist das Pflegeetikett am Modell. Mehr bringt am Ende das Nassfach: Wer verschwitzte Wäsche gleich dort einsortiert und die Tasche danach offen stehen lässt, hält den Geruch aus dem Hauptfach heraus.
Wann lohnt der Rucksack statt der Tasche?
Wenn es mit Rad oder Bus zum Platz geht und nur Trikot, Schuhe und Trinkflasche mitkommen. Sobald Wechselwäsche und ein zweites Paar Schuhe dazukommen, hält das Bodenfach der Tasche die Sohlen unten. Rucksäcke stellen hier gut jedes zehnte Modell, einzelne Taschen tragen zusätzlich eine Rucksackfunktion am Rücken.

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