aktueller Hinweis: die Lieferzeit beträgt derzeit 3 bis 4 Werktage | mehr Informationen hier
Auswahl filtern
-
angezeigte Produkte: 1 bis 70 (von 70 insgesamt)

Squashbälle unterscheiden sich vor allem im Tempo, und das steht als Farbpunkt auf dem Gummi. Der blaue Punkt springt am höchsten und ist ohne Aufwärmen spielbar, der doppelte gelbe ist der Turnierball; roter und einfacher gelber Punkt liegen dazwischen. Alle vier Stufen liegen hier einzeln, im Dreierblister und in Vereinsgebinden mit mehreren Dutzend Bällen. Über die vier Stufen verteilt sich der Bestand ungefähr gleichmäßig.



Was die Punkte auf dem Ball bedeuten


Die Farbpunkte stammen nicht aus dem Marketing der Hersteller. Festgelegt sind sie in den Ballspezifikationen der World Squash Federation. Vom langsamsten zum schnellsten Ball: doppelter gelber Punkt, einfacher gelber Punkt, roter Punkt, blauer Punkt. Grün führt der Verband gemeinsam mit dem doppelten Gelb als langsamste Stufe; dieser Ball ist für Höhenlagen gedacht und in deutschen Hallen die Ausnahme.


Verbindliche Maße gibt es allerdings nur für die langsamen Stufen. Wer einen gelben Punkt kauft, bekommt bei Victor, OLIVER oder Head dieselben Maße wie bei Dunlop. Für rote und blaue Bälle setzt der Verband keine verbindliche Spezifikation, sondern nur empfohlene Rücksprungwerte. Ein solcher Ball darf größer als 40 Millimeter ausfallen, deshalb liegt ein blauer Punkt oft spürbar größer in der Hand als ein Turnierball. Wie weit zwei blaue Bälle verschiedener Marken auseinanderliegen, sagt der Punkt nicht.


Der Unterschied zwischen den Stufen zeigt sich in der Sprungkraft, die an der Temperatur im Ball hängt. Ein kalter Turnierball bleibt fast liegen. Daran scheitert manche erste Squashstunde. Der einfache gelbe Punkt ist früher spielbar, der blaue springt vom ersten Schlag an.










KennzeichnungVerhalten des BallsSpielstärke
blauer Punkt, schnellspringt hoch und lang, auch kalt sofort spielbarerste Stunden auf dem Court, Schul- und Feriensport
roter Punkt, mitteletwas kürzerer Absprung, kurzes Einschlagen genügtFreizeitspieler, einmal die Woche nach Feierabend
gelber Punkt, langsamClubball, verlangt Technik und ein warmes SpielVereinstraining, kühle Hallen im Winter
doppelter gelber Punkt, sehr langsamkürzester Absprung, volle Sprungkraft erst nach langem EinschlagenLiga, Turnier, ambitioniertes Training
weißer Balldieselbe Stufe wie sein schwarzes Gegenstück, besserer KontrastGlascourts


Vom ersten Ballwechsel bis zur Liga


In den ersten Wochen hängt es vom Ball ab, ob überhaupt Ballwechsel zustande kommen. Der blaue Punkt springt hoch genug, dass man ihn auch ohne saubere Technik erreicht. Warmschlagen entfällt. Ein sehr langsamer Ball verzeiht keinen ungenauen Treffpunkt und verlangt Tempo aus dem Handgelenk. Leichter fällt das mit einem kopflastigen Rahmen, wie ihn die Squashschläger in den Turnierserien führen.


Einmal die Woche nach Feierabend spielt sich der rote Punkt am angenehmsten. Er verzeiht noch, verlangt aber schon Beinarbeit, und die Halle muss dafür nicht vorgewärmt sein. Im Verein liegt der einfache gelbe Punkt auf dem Court. In Liga und Turnier bleibt ohnehin keine Wahl: Dort wird mit doppeltem gelbem Punkt gespielt, so wie im internationalen Profisquash. Im Training lohnt derselbe Ball wie im Wettkampf. Sonst lassen sich Länge und Tempo nicht übertragen.



Einzelball, Dose oder Box


Nach der Geschwindigkeit kommt die Menge. Der Einzelball lohnt zum Ausprobieren, solange die Stufe noch offen ist oder im Training ein Ball verloren ging. Der Blister mit zwei oder drei Bällen reicht für eine Saison Freizeitspiel und passt in das Seitenfach der Taschen für Schläger und Ausrüstung. Die 3er-Dose schützt zusätzlich vor Druck im Rucksack.


Der 12er-Karton ist die übliche Größe für regelmäßiges Training. Beim Preis je Ball bringt er gegenüber der Dose oft wenig, spürbar wird der Mengenvorteil erst bei den großen Gebinden ab zwei Dutzend Bällen. Die nehmen Vereine und Hallenbetreiber, weil damit mehrere Courts gleichzeitig versorgt sind. Wer Anfänger und Ligaspieler auf denselben Feldern hat, nimmt zwei Boxen in unterschiedlicher Stufe oder greift zum fertig gepackten Karton, in dem alle vier Stufen zusammenliegen. Was sonst noch in die Tasche gehört, steht beim Zubehör rund um den Court.



Warm spielen und rechtzeitig wechseln


Ein Squashball ist hohl und besteht aus einer Gummimischung. Erst die Wärme im Inneren bringt den Druck, der ihn springen lässt, und diese Wärme entsteht durch das Schlagen selbst. Die Rules of Singles Squash geben vor dem ersten Aufschlag höchstens vier Minuten Einspielzeit her, nach der Hälfte wird die Seite gewechselt. Beim doppelten gelben Punkt werden sie gebraucht. Nach der Pause auf der Bank kühlt der Ball wieder ab und braucht ein paar Schläge, bis er zurück ist. Früh am Morgen auf einer kalten Anlage bleibt das langärmlige Oberteil aus der Bekleidung fürs Squash so lange an, bis auch der Ball warm ist.


Gelagert wird der Ball trocken und bei Zimmertemperatur. Über Nacht im kalten Auto verliert die Gummimischung an Elastizität, im Sommer im Kofferraum altert sie schneller. Rutscht bei warmen Händen der Griff, liegt das meist am Band und nicht am Ball. Ein durchgeschwitztes Band ist schnell gewechselt, eine Ersatzrolle aus den Squashgriffbändern gehört ins Seitenfach.


Der Ball besteht aus zwei verklebten Halbschalen, die Naht ist die Sollbruchstelle. Wird sie spröde oder reißt die Oberfläche auf, ist der Ball fällig, auch wenn er noch rund ist. Dasselbe gilt, wenn er sich auffällig glatt anfühlt: Eine polierte Oberfläche kostet Kontrolle an der Wand. Wer hart und flach spielt, tauscht früher als jemand, der einmal wöchentlich nach Feierabend auf den Court geht.



Ballwahl über das Hallenjahr


Squash läuft ganzjährig in der Halle, trotzdem ist die Ballwahl nicht in jedem Monat dieselbe. In den kalten Monaten sind viele Courts deutlich kühler. Das Einspielen dauert länger, der Doppelpunkt-Ball bleibt in den ersten Ballwechseln zäh. Manche Clubspieler gehen im Winter eine Stufe schneller und kehren im Sommer zum langsameren Ball zurück. Wer die Courtstunde einzeln bezahlt, rechnet im Winter mit: Bei einem sehr langsamen Ball geht ein guter Teil der gebuchten Zeit fürs Warmschlagen drauf, beim roten Punkt kaum.



Welche Marken hier liegen


Drei Marken decken jede Geschwindigkeitsstufe ab: Dunlop mit dem größten Anteil, dazu Victor und OLIVER. Head, Prince, Unsquashable, Talbot Torro, Wilson und Karakal bedienen einzelne Bereiche. Weiße Bälle für Glascourts liegen ebenfalls im Regal, sowohl mit einfachem als auch mit doppeltem gelbem Punkt. Einzelbälle kosten wenige Euro, Dosen und kleine Gebinde liegen im niedrigen zweistelligen Bereich, die großen Vereinsboxen deutlich darüber. Trainer, Wiederverkäufer und Gewerbetreibende bekommen bei uns Sonderkonditionen. Wer die Ausrüstung von Grund auf zusammenstellt, beginnt eine Ebene höher im gesamten Squashbereich und arbeitet sich zum Ball vor.



Was am Ball oft missverstanden wird


Was bedeuten die Punkte auf dem Squashball?


Der Punkt zeigt die Geschwindigkeit an, nicht die Qualität. Langsam meint dabei den kurzen Absprung und mehr Laufarbeit. Im Ballwechsel geht es mit einem Doppelpunkt-Ball trotzdem schneller zu als mit einem blauen. Wer einsteigt, beginnt beim schnellen Ball und arbeitet sich zu den langsamen vor.


Welcher Squashball ist für Anfänger geeignet?


Der blaue Punkt. Er springt am höchsten und ist ohne Aufwärmen spielbar. Gewechselt wird, sobald die Bälle regelmäßig hinter der Aufschlaglinie ankommen, meist auf den roten Punkt. Wer zu früh zum Doppelpunkt-Ball greift, übt vor allem das Aufsammeln und lernt keine Länge.


Wie groß und wie schwer ist ein Squashball?


Die World Squash Federation schreibt für den Turnierball 40,0 Millimeter Durchmesser bei einer Toleranz von 0,5 Millimeter vor und 24,0 Gramm bei einer Toleranz von 1,0 Gramm. Der Clubball mit einfachem gelbem Punkt hat dieselben Werte. Für rote und blaue Bälle gilt diese Vorgabe nicht.


Warum muss ein Squashball warm gespielt werden?


Weil seine Sprungkraft an der Temperatur hängt. Die World Squash Federation prüft sie aus 254 Zentimeter Fallhöhe: kalt bei 23 Grad Celsius springt der Turnierball nur gut ein Zehntel der Fallhöhe zurück, im warmen Prüflauf bei 45 Grad rund ein Viertel bis knapp ein Drittel. Auf dem Court entsteht diese Wärme allein durch das Schlagen.


Welcher Ball passt für Schulsport und Feriencamp?


Der blaue Punkt, weil er ohne Einspielzeit funktioniert und auch bei kühler Hallenluft springt. Im Gruppenbetrieb lohnt gleich das größere Gebinde: Dort gehen mehr Bälle verloren, als am Ende verschlissen sind. Stehen mehrere Leistungsstufen auf dem Court, deckt der Karton mit allen vier Stufen sie zusammen ab.


Wofür gibt es weiße Bälle?


Für Glascourts. Vor der Glasrückwand und dem Publikum dahinter ist ein schwarzer Ball schlecht zu verfolgen, der weiße hebt sich deutlicher ab. An der Geschwindigkeit ändert die Farbe nichts: Der weiße Ball trägt denselben Punkt und dieselben Maße wie sein schwarzes Gegenstück.