Outdoor Ausrüstung sortieren wir hier in acht Bereiche: Schuhe, Bekleidung, Unterwäsche und Socken für den Körper, dazu Taschen, Ausrüstung, Zubehör und Sportnahrung für alles, was mitkommt. Wer schon weiß, woran es fehlt, springt direkt in den passenden Bereich. Wer eine Tour von Grund auf zusammenstellt, liest besser von oben nach unten, weil die Abschnitte der Reihenfolge beim Packen folgen: erst der Schuh, dann die Schichten, zuletzt das, was in den Rucksack wandert.
Für welchen Einsatz man hier sucht
Bei der Tagestour im Mittelgebirge fällt die Entscheidung am Schuh. Eine griffige Profilsohle und eine Passform, die auch nach vier Stunden bergab nicht drückt, wiegen schwerer als jedes andere Ausrüstungsteil, und die Auswahl dafür steht bei den Wanderschuhen. Wer die erste Nacht draußen plant, braucht dagegen den ganzen Schlafplatz auf einmal, also Zelt, Schlafsack und Unterlage. Dafür ist die Ausrüstung der Einstieg, weil sich dort Packmaß und Gewicht direkt nebeneinander vergleichen lassen. Und wer bei Kälte und Nässe unterwegs ist, fängt besser unten an statt oben: Outdoorunterwäsche aus Kunstfaser oder Merino hält den Schweiß vom Körper weg und verhindert das Auskühlen in der Pause. Eine teure Jacke gleicht eine nasse Baumwollschicht darunter nicht aus.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Schichten schlagen Dicke. Zwei dünne Lagen mit einer wind- und wasserdichten Schale darüber regeln die Temperatur besser als eine dicke Jacke, weil man im Aufstieg eine Lage ablegen kann, ohne anschließend zu frieren. In der Outdoorbekleidung zeigt sich das am Verhältnis von Wassersäule und Atmungsaktivität. Eine hohe Wassersäule allein nützt wenig, wenn die Feuchtigkeit von innen nicht nach außen kommt.
Gewicht zählt erst ab der Mehrtagestour wirklich, Packmaß dagegen sofort. Ein Schlafsack, der sich klein zusammendrücken lässt, macht im Rucksack Platz für Verpflegung. Bei den Outdoortaschen lohnt deshalb der Blick auf den Hüftgurt: Sobald der Rucksack schwer genug wird, dass die Schultern ziehen, gehört die Last auf die Hüfte. Bei der Haltbarkeit täuscht der Eindruck: Membranen geben selten wegen ihres Alters auf, sondern wegen Schmutz und Waschmittelrückständen.
Die Bereiche im Vergleich
| Merkmal | Wirkung | Für wen |
| Wanderschuh mit Profilsohle | Halt auf nassem Wurzelboden, weniger Umknicken | Forstwege und Mittelgebirge |
| Membranjacke als Außenschicht | hält Regen ab, lässt Schweiß nach außen | Touren bei wechselndem Wetter |
| Funktionsunterwäsche | trocknet rasch, kühlt in der Pause nicht aus | kalte Jahreszeit, Mehrtagestouren |
| Rucksack mit Hüftgurt | verlagert das Gewicht von den Schultern auf die Hüfte | ab Tagesrucksackgröße aufwärts |
| Faltmöbel und Zelt | machen den Standplatz mehrere Tage nutzbar | Campingplatz, Garten, Festival |
| Riegel und Getränkepulver | portionsweise Verpflegung, die im Rucksack wenig Platz braucht | Touren über mehrere Stunden |
Größen, Passform und Pflege
Wanderschuhe probiert man am Nachmittag und mit der Socke, die später auch getragen wird. Der Fuß ist dann breiter, und genau darauf kommt es an. Welche Socke dazu passt, steht bei den Outdoorsocken. Eine Daumenbreite Platz vor den Zehen verhindert, dass die Zehen bergab vorn anstoßen. Schnitte fallen je nach Marke unterschiedlich aus, deshalb lohnt vor der Bestellung der Blick in die Größentabelle des Herstellers. Gewaschen wird Funktionswäsche ohne Weichspüler, denn Weichspüler legt sich auf die Faser und nimmt ihr die Eigenschaft, für die man sie gekauft hat. Die Imprägnierung frischt man auf, sobald das Wasser auf dem Oberstoff nicht mehr abperlt, und nicht nach Kalender.
Das Jahr draußen
Zweimal im Jahr dreht sich die Rangfolge um. Im Frühjahr wird die Schale wichtiger als die Isolation. Ab dem Spätsommer dreht sich das um, dann entscheidet die wärmende Zwischenlage über den Komfort. Im Winter geht es weniger um die Temperatur als um Feuchtigkeit: Wer verschwitzt stehen bleibt, kühlt schneller aus, als eine Jacke ausgleichen kann. Die Zeit unter freiem Himmel läuft von den ersten milden Nächten bis in den Herbst, wobei die Ränder der Saison die höheren Anforderungen an Schlafsack und Isolation stellen. Schuhe kauft man am besten vor der Saison, weil sie eingelaufen werden wollen.
Sortiment und Nachbarbereiche
Im Sortiment stehen Marken aus dem Tourenbereich sowie Ausrüster für den Standplatz. Die acht Bereiche greifen dabei ineinander: Was im einen fehlt, hängt meist am nächsten, und die Reihenfolge beim Kauf ergibt sich aus der Tour und nicht aus der Menüführung. Ergänzend führen wir Sportnahrung für lange Etappen und Outdoorzubehör von der Lampe bis zur Trinkflasche. Wer eher auf befestigten Wegen läuft, findet die leichteren Schuhe im Running-Sortiment, und für Spiele im Freien lohnt der Blick in More Sports. Bei Fragen zur Auswahl hilft die Beratung per Mail unter service@tennistown.de.
Häufige Fragen
Was braucht man für die erste Tageswanderung wirklich?
Schuhe mit Profil und eine wetterfeste Schicht. Dazu ein Rucksack, in den Wasser und Verpflegung passen. Alles andere lässt sich nachrüsten, sobald man weiß, wie oft und wie lange man unterwegs ist. Wer zuerst in Schuhe und Socken investiert, spart sich die meisten unangenehmen Kilometer.
Warum taugt Baumwolle unter der Jacke nicht?
Baumwolle nimmt Schweiß auf und gibt ihn kaum wieder ab, bleibt nass am Körper liegen und entzieht in jeder Pause Wärme. Kunstfaser und Merino transportieren die Feuchtigkeit weiter und trocknen schneller, Merino wärmt auch dann noch, wenn es feucht ist.
Wie wäscht man eine Membranjacke, ohne sie zu ruinieren?
Mit einer kleinen Menge Flüssigwaschmittel für Funktionstextilien, ohne Weichspüler und bei vierzig Grad. Anschließend hilft moderate Wärme, damit die wasserabweisende Ausrüstung wieder anspringt. Eine verschmutzte Jacke saugt sich schneller voll als eine gewaschene, seltener waschen macht sie also nicht haltbarer.
Lässt sich Outdoorbekleidung auch im Alltag tragen?
Ja, und dabei sitzt sie meist etwas anders. Modelle für die Tour sind für Bewegung geschnitten und wirken körpernäher, Alltagsmodelle haben mehr Weite über der Hüfte. Wer beides abdecken will, prüft vor der Bestellung die Größentabelle der Marke und bleibt bei der Unterwäsche eng anliegend.
Ab welcher Größe braucht ein Rucksack einen Hüftgurt?
Sobald das Gepäck so schwer wird, dass die Schultern ziehen, meist also ab dem großen Tagesrucksack. Ein gepolsterter Hüftgurt nimmt den Schultern den Zug und hält die Last nah am Rücken. Bei kleinen Volumen reicht ein schmaler Gurt, der den Rucksack nur ruhig hält.