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Padel Ausrüstung teilt sich bei uns in sieben Bereiche: Schläger, Schuhe, Bälle, Taschen, Bekleidung, Griffbänder und Ballmaschinen. Gespielt wird fast immer im Doppel, auf einem 20 mal 10 Meter großen Doppelplatz, dessen Glas- und Gitterwände zum Spielfeld gehören. Daraus erklärt sich, warum ein Padelrahmen keine Saiten trägt und die Sohle anders greift als im Tennis.



Vom ersten Schnupperkurs bis zur Ligarunde


Für den Einstieg reicht wenig. Ein runder Padelschläger mit griffnaher Balance verzeiht Treffer außerhalb der Mitte und bleibt in der Hand leicht, dazu eine Dose Padelbälle. Mehr braucht die erste Platzstunde nicht.


Umsteiger aus dem Tennis bringen Beinarbeit mit und unterschätzen trotzdem meistens das Spiel über die Wand. Sobald die Volleys am Netz sitzen, lohnt ein Rahmen mit etwas mehr Gewicht im Kopf, und eine Sohle, die seitliche Stopps aushält.


Wer dabeibleibt, merkt es zuerst am Material. Das Baumwollshirt klebt nach zwanzig Minuten, das Griffband wird glatt. Ab diesem Punkt lohnen Padelbekleidung aus Funktionsgewebe und ein kleiner Vorrat an Padelgriffbändern.



Woran sich Padelausrüstung entscheidet


Der Rahmen ist massiv, seine Schlagfläche perforiert, und er misst höchstens 45,5 Zentimeter. Die Handschlaufe gehört auf dem Platz dazu. Die Form steuert das Verhalten: rund setzt den Sweetspot mittig und verzeiht, die Tropfenform verschiebt ihn nach oben, die Diamantform bringt Wucht und verlangt einen sauberen Treffpunkt. Dazu kommt der Kern. Weicher Schaum spielt sich komfortabler, dichtes EVA gibt mehr Rückmeldung und hält bei hartem Zugriff länger die Form.


Bei den Schuhen zählt die Sohle. Padel läuft in aller Regel auf sandverfülltem Kunstrasen, dort greift das Fischgrätprofil und lässt kontrollierte Rutscher zu. Ein Laufschuh bricht seitlich weg, sobald der Ball von der Glaswand zurückkommt.


Bälle sehen aus wie Tennisbälle, tragen aber etwas weniger Innendruck und springen flacher ab. Wer neben Padel auch Tennis oder Squash spielt, nutzt Taschen und Textilien quer über die Sportarten. Rahmen, Bälle und Sohlen bleiben getrennt.



Was jedes Ausrüstungsteil leistet









AusrüstungsteilWirkung im Spielfür wen
SchlägerForm und Balance verschieben den Sweetspot und das Gewicht im Kopfrund für den Einstieg, Diamant für Angriffsspieler mit sicherem Smash
SchuheFischgrätsohle greift im Sand und erlaubt kontrollierte Rutscheralle, die mehr als eine Stunde pro Woche auf dem Platz stehen
Bälleniedrigerer Innendruck, flacherer Absprung, kürzere WegeTrainingsgruppen, die regelmäßig nachlegen
Taschenschützen den Rahmen auf dem Weg und halten nasse Schuhe vom Textil fernwer zwischen Halle, Verein und Platz unterwegs ist
BekleidungFunktionsgewebe, Bewegungsfreiheit über Kopf, Tasche für den zweiten Ballalle mit festen Spielterminen


Griffstärke, Schuhgröße und Pflege


Padelgriffe fallen einheitlicher aus als Tennisgriffe, feinjustiert wird über das Übergriffband. Wer kräftige Hände hat, wickelt zwei Lagen, wer wenig Umfang greift, bleibt bei einer. Das Band ist ohnehin ein Verschleißteil und gehört gewechselt, sobald es glatt wird.


Bei Padelschuhen empfiehlt sich eine halbe Nummer Luft vor den Zehen, weil der Fuß beim seitlichen Abstoppen nach vorn rutscht. Die Sohle verschleißt vor allem am Außenrand, dort zeigt sich zuerst, ob ein neues Paar fällig wird.


Nach dem Spiel den Rahmen trocken abwischen und den Sand aus der Schutzkante klopfen, sonst arbeitet er sich zwischen Kante und Rahmen. Der Kofferraum im Winter ist kein guter Lagerplatz. Bälle verlieren im offenen Beutel Druck. Funktionstextilien vertragen 30 Grad. Weichspüler bleibt besser draußen, er dichtet die Fasern ab und lässt die Feuchtigkeit auf der Haut stehen.



Hallensaison und Freiluftsaison


Draußen verzieht der Wind die Flugkurve. Dazu blendet die tief stehende Sonne oft genau dann, wenn der Lob kommt. In der Halle bleibt der Ball berechenbar, dafür wird es schnell warm, und die Wäsche geht öfter durch die Maschine. In kalter Luft werden Bälle träge und springen niedriger, dann bringt eine frische Dose mehr als ein neuer Rahmen. Über die kalten Monate wandern Langarmshirt und Jacke in die Tasche, in der warmen Zeit reichen Polo und kurze Hose. Der Rahmen bleibt das ganze Jahr derselbe, nur das Übergriffband braucht im Sommer häufiger einen Wechsel.



Wenn die Auswahl schwerfällt


Gewicht und Balance eines Rahmens lassen sich am Bildschirm nicht spüren, und bei Padeltaschen hängt die Wahl daran, wie viel Ausrüstung tatsächlich mitfährt. Wer die Marke dagegen schon im Kopf hat, geht direkt in die Unterkategorien, etwa zu den Head Padelschlägern oder den Dunlop Padelschlägern. Wer unsicher ist, schreibt uns vor der Bestellung an service@tennistown.de. Mit Schlägersport handeln wir seit 2003.



Was Padelspieler uns fragen


Lässt sich ein Tennisschläger auf dem Padelplatz verwenden?


Nein. Der Padelrahmen ist massiv, hat statt einer Besaitung eine perforierte Schlagfläche und misst höchstens 45,5 Zentimeter. Ein Tennisschläger ist länger und besaitet, im Padel ist er nicht zugelassen. Wer es trotzdem versucht, kommt bei Bällen aus der Wand regelmäßig zu spät.


Worin unterscheiden sich Padelbälle von Tennisbällen?


Äußerlich kaum, im Innendruck deutlich. Padelbälle sind weicher gefüllt und springen flacher ab, was zum kleineren Feld und zum Spiel über die Wand passt. Tennisbälle laufen auf dem Padelplatz zu hoch und zu schnell durch, deshalb lohnt der Griff zur richtigen Dose.


Reichen Tennisschuhe fürs Padel?


Für die erste Stunde ja, dauerhaft nicht. Sandplatzmodelle kommen dem Profil nahe, doch die kurzen Stopps am Glas belasten Ferse und Außenrand stärker. Padelschuhe sind an diesen Stellen verstärkt und halten das Fischgrätprofil länger sauber im Sand.


Welche Schlägerform passt zum Einstieg?


Die runde Form. Ihr Sweetspot sitzt mittig und großzügig, die Balance liegt näher am Griff, dadurch kommt der Rahmen schneller in die Abwehr. Wucht aus der Diamantform zahlt sich erst aus, wenn der Treffpunkt sitzt und der Smash regelmäßig ankommt.


Was gehört in die erste Ausrüstung?


Schläger mit Handschlaufe, Schuhe mit Fischgrätsohle und eine Dose Bälle. Alles Weitere zieht man nach: eine Tasche, sobald mehr als ein Rahmen mitreist, Funktionsbekleidung, sobald aus der Schnupperstunde ein fester Termin geworden ist.