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Besaitungen Badminton meint die Bespannung als Leistung, mit der Saite im selben Artikel und im eigenen Haus aufgezogen. Gekauft wird hier also die fertige Bespannung, nicht die Saite auf Vorrat. Den größten Teil der Auswahl tragen die Yonex-Saiten, dazu kommen die ZyMax-Fire-Modelle und ein Hybrid von Ashaway. Die Stärken reichen von 0,61 bis 0,72 Millimeter, und keine Besaitung kostet mehr als 30 Euro.



Besaitung oder Saite einzeln kaufen


Beides endet am bespannten Schläger, der Weg dorthin ist ein anderer. Bei der Besaitung steckt die Saite im Artikel, aufgezogen wird sie bei uns. Beim Einzelset oder der ganzen Rolle liegt die Saite dagegen in der Hand, und es braucht noch eine Maschine.


Bei ein oder zwei Bespannungen im Jahr führt der erste Weg schneller ans Ziel. Es bleibt keine angebrochene Rolle im Schrank, und die Maschine braucht niemand. Bei eigener Maschine oder mehreren Vereinsrahmen dreht sich die Rechnung um. Dann wird die Saite besser getrennt gekauft, und die steht bei den Badmintonsaiten. Auch die Rahmen stehen woanders: Ein unbesaiteter Rahmen aus den Badmintonschlägern und eine Besaitung aus dieser Kategorie ergeben zusammen den spielfertigen Schläger.



Was die Saitenstärke im Spiel verändert


Die Stärke ist die Achse, an der sich fast alles entscheidet, und sie ist ein Tausch, keine Rangordnung. Yonex begründet die Abriebfestigkeit der BG65 wörtlich mit deren 0,70 Millimetern. Am anderen Ende steht die Aerosonic mit 0,61 Millimetern, die dünnste Saite im Yonex-Programm, ausdrücklich auf Rückschlagkraft ausgelegt. Dünn heißt mehr Tempo bei gleichem Schwung, dick heißt längere Standzeit. Dazwischen liegt die BG66 Ultimax mit 0,65 Millimetern, die Yonex als Ausgleich aus Tempo, Kontrolle und Haltbarkeit führt.


Neben der Stärke steht im Filter die Haupteigenschaft. Wo eine hinterlegt ist, stehen Kontrolle und Komfort am häufigsten, Haltbarkeit und Power seltener. Eine Aufteilung des Sortiments ergibt das nicht: Nicht jeder Artikel trägt eine Haupteigenschaft, und wo eine Nebeneigenschaft dazukommt, überschneiden sich die Werte. Beim Material sieht es ähnlich gemischt aus. Gut ein Drittel läuft unter Polyamid Premium, dahinter stehen Spezialpolymere und Polyurethane. Aramid bleibt die Ausnahme. Hybridsaiten fallen aus der Systematik heraus, weil sie zwei Stärken für Längs- und Quersaite kombinieren.










SaitenstärkeWas sie im Schlag bewirktPasst zu
0,61 mm, die dünnste Stärkehöchste Rückschlagkraft, kürzeste StandzeitTurnierspiel mit sauberem Treffpunkt
0,63 bis 0,65 mmviel Tempo, längere Standzeit als die dünnste StärkeClubspieler mit zwei Hallenterminen die Woche
0,66 bis 0,69 mmruhigerer Schlag, verträgt mehr ZugVielspieler, die oft Saiten reißen
0,70 mmhöchste Abriebfestigkeit, dumpferer KlangSchulsport, Jugendtraining, Vereinsrahmen
Hybrid mit zwei Stärkendünn und dick im selben Rahmen, bis 0,72 mmDoppelspieler, die vorn am Netz Kontrolle brauchen


Wer welche Saite aufziehen lässt


Im Schulsport und im Jugendtraining entscheidet nicht das Spielniveau über die Standzeit, sondern der Treffpunkt. Landet der Ball regelmäßig am Rahmenrand, ist jede dünne Saite schnell klein. Dort ist die dickste Stärke die richtige, und der dumpfere Klang ist der Preis dafür.


Zweimal die Woche im Verein liegt man mit einer mittleren Stärke richtig, weil sie über die Rundenmonate hält und trotzdem Tempo bringt. Nach einer Sehnenreizung im Unterarm ist eine Saite mit Komfort als Haupteigenschaft die vernünftigere Wahl.


Im Turnier- und Doppelspiel wird es enger. Am Netz zählt, dass der Ball dorthin geht, wohin er soll, hinten im Feld zählt Druck. Genau dafür gibt es die Hybridvarianten mit zwei Stärken in einem Rahmen. Welche Rahmen dabei am häufigsten auf dem Tisch liegen, zeigen die Yonex Badmintonschläger. Steht die Marke schon fest, liegen die Yonex-Serien gebündelt bei den Besaitungen Yonex.



Härte, Spannungsverlust und der richtige Zeitpunkt


Was bespannt wird, ist genormt. Die Laws of Badminton des Weltverbands BWF begrenzen die bespannte Fläche auf 280 Millimeter Länge und 220 Millimeter Breite. Reicht die Bespannung in den Schaftbereich hinein, darf dieser Teil höchstens 35 Millimeter breit sein und die Fläche insgesamt 330 Millimeter lang. Die Regel setzt damit eine Obergrenze, keine Einheitsgröße. Entsprechend liefert Yonex die Einzelsets in zehn Metern, und diese Menge geht in fast jeden Erwachsenenrahmen. Damit bleibt die Saite die eigentliche Entscheidung.


Wie hart gespannt werden darf, steht nicht im Ermessen des Spielers. Auf dem Rahmen ist eine Höchstspannung aufgedruckt, und die Saite bringt ihre eigene mit: Ashaway weist sie je Modell aus, für die ZyMax 66 Fire Power 16 Kilogramm, für die dickere ZyMax 69 Fire 18. Es zählt der niedrigere der beiden Werte. Weicher gespannt beschleunigt die Bespannung den Ball von selbst, härter gespannt verlangt sie einen sauberen Treffpunkt und gibt dafür Kontrolle zurück.


Fällig wird die neue Bespannung meist ohne Riss. Eine Saite verliert vom ersten Tag an Spannung, Ashaway wirbt bei der ZyMax Fire ausdrücklich mit geringem Spannungsverlust. Erkennbar ist das am Klang: Der Treffpunkt wird dumpf, und die Bälle bleiben trotz sauberem Schlag zu kurz. Auch verschobene Saiten im Muster sind ein Zeichen. Zurückschieben nach dem Spiel hält das Muster in Form, die verlorene Spannung bringt es nicht zurück. Rutscht dagegen der Griff, liegt es am Band und nicht an der Bespannung, und dafür genügt eine Rolle aus den Badmintongriffbändern.



Bespannung über das Hallenjahr


Badminton ist Hallensport, die Punktrunde füllt Herbst und Winter. In diesen Monaten liegt die höchste Last auf der Bespannung, weil schlicht häufiger gespielt wird. Mit einer frischen Bespannung zum Rundenstart bleibt der Rahmen über die entscheidenden Wochen im gewohnten Zustand. Zwischen den Terminen gehört er bei Zimmertemperatur gelagert und nicht über Nacht ins Auto. Im Sommer, wenn seltener gespielt wird, altert die Saite trotzdem weiter. Ein Rahmen, der seit dem Frühjahr im Schrank steht, spielt sich im September nicht so, wie er im März abgelegt wurde.



Welche Saiten hier aufgezogen werden


Yonex und Ashaway stellen die Saiten. Der weit überwiegende Teil kommt von Yonex, mit BG65, BG80, BG66 Ultimax, Exbolt, Skyarc, Aerosonic und den Aerobite-Hybriden ist dort von der robusten Trainingssaite bis zur Turniersaite alles vertreten. Ashaway steuert die ZyMax-Fire-Reihe und einen Hybrid bei und weist die Zughöchstgrenze je Modell aus. Weiß ist die häufigste Farbe, dahinter kommen Gelb und Orange, dazu einige dunkle Töne. Hybridartikel tragen zwei Farben und stehen deshalb in zwei Gruppen. Am Spiel ändert die Farbe nichts, wohl aber daran, wie schnell man den eigenen Rahmen zwischen zehn anderen auf der Bank wiederfindet. Besaitet wird im eigenen Haus, für Badminton ebenso wie für Tennis und Squash. Den Rest der Ausrüstung findet man im übergeordneten Badmintonbereich.



Was am Besaitungstisch am häufigsten gefragt wird


Was kostet eine Badmintonbespannung?


Den Ausschlag gibt allein die Saite, die aufgezogen wird. Die Spanne im Sortiment ist schmal, am oberen Ende stehen die Turnierserien und die Hybride. Welche Saite in einem Artikel steckt, steht in dessen Namen, und getrennt bestellt werden muss sie nicht.


Welche Besaitungshärte passt beim Badminton?


Nicht der Spieler setzt die Obergrenze, sondern das Material. Auf dem Rahmen steht die vom Hersteller freigegebene Höchstspannung, und die Saite bringt ihre eigene mit. Ashaway nennt für die ZyMax 66 Fire Power 16 Kilogramm, für die dickere ZyMax 69 Fire 18. Der niedrigere Wert zählt.


Was unterscheidet dünne von dicken Badmintonsaiten?


Tempo gegen Standzeit. Eine dünne Saite gibt den Ball schneller zurück und ist früher durchgescheuert, eine dicke hält länger und nimmt dafür etwas Rückschlagkraft weg. Yonex legt das offen: Die BG65 verdankt ihre Abriebfestigkeit den 0,70 Millimetern, die Aerosonic mit 0,61 Millimetern ist auf Rückschlagkraft gebaut. Die BG66 Ultimax liegt mit 0,65 Millimetern dazwischen.


Kann man einen Badmintonschläger selbst besaiten?


Grundsätzlich ja, lohnend ist es selten. Ein Badmintonrahmen ist schmaler und empfindlicher als ein Tennisrahmen. Ohne eine Maschine, die ihn an mehreren Punkten stützt, zieht sich der Kopf beim Spannen oval. Der Kostenpunkt ist damit die Maschine und nicht die Saite: Eine Rolle rechnet sich erst, wenn regelmäßig mehrere Rahmen darauf laufen.


Welche Saite lässt man am besten aufziehen?


Die Stärke steht am Anfang, die Eigenschaft kommt danach. Bei häufigen Saitenrissen führt der Weg zu den dicken Stärken, bei einem gereizten Schlagarm zu Komfort als Haupteigenschaft. Ohne solche Vorgeschichte ist die mittlere Stärke die sichere Wahl, weil sie Tempo und Standzeit gegeneinander ausgleicht.


Wie viel Saite steckt in einer Bespannung?


Ein Badmintonrahmen braucht rund zehn Meter, und in dieser Länge liefert Yonex die Einzelsets. Hybridsets sind länger und geteilt: 5,5 Meter für die dickere Längssaite, 5,0 Meter für die dünnere Quersaite. In der Besaitung steckt genau diese Menge, mehr Saite nimmt ein Rahmen nicht auf.