Torwarthandschuhe stehen in den Spielregeln nicht unter der Pflichtausrüstung. Regel 4 der IFAB-Spielregeln zählt Trikot mit Ärmeln, Hose, Stutzen, Schienbeinschoner und Schuhe auf; der Handschuh steht weiter unten bei der erlaubten Schutzausrüstung. Über den Kauf entscheiden Grip und Schutz. Die Modelle hier kommen von Elite Sport, tragen vier Millimeter Latex auf der Innenhand und sitzen im Größenlauf am dichtesten bei 8 und 9, gefolgt von 7 und 10; die 11 bleibt die Ausnahme.
Erst die Hand messen, dann die Größe wählen
Die Handschuhgröße folgt der Hand und nicht dem Alter. Gemessen wird an der breitesten Stelle, den Daumen ausgenommen. Nur führt derselbe Messwert bei zwei Herstellern nicht zum selben Handschuh. Reusch legt einem Handumfang von 20,3 Zentimetern die Größe 8 bei und 22,9 Zentimetern die 9. uhlsport rechnet für dieselbe 8 mit rund 21,3 bis 22,5 Zentimetern, für die 9 mit rund 23,6 bis 24,5. Ein Umfang von 22,9 Zentimetern ergibt bei Reusch eine 9, bei uhlsport eine 8,5. Daneben führt uhlsport in derselben Tabelle die Handbreite quer über die Handfläche, und die eigene Messanleitung nennt genau diesen Wert: rund 8,5 bis 8,7 Zentimeter für die 8, rund 9,1 bis 9,3 für die 9. Vor jeder Größentabelle steht deshalb die Frage, welchen Wert sie meint und von wem sie stammt.
Ein zu weiter Handschuh dreht sich beim Fausten, und die Finger stehen nicht mehr hinter dem Ball. Ein zu enger spannt über dem Rücken und lässt die Hand nicht zur Ruhe kommen. Im Sortiment hier sitzt die Dichte in der Mitte: 8 und 9 stehen am häufigsten in der Lagerzeile, 7 und 10 folgen. Zusammenzählen lassen sich die Werte im Größenfilter allerdings nicht: Ein Paar erscheint unter jeder Größe, die davon noch am Lager liegt.
Belag und Naht
Der Latex auf der Innenhand macht den Grip, und er ist ein Verschleißteil. Weich eingestellter Latex greift stärker und reibt schneller ab, härterer hält länger und nimmt den Ball weniger direkt an. Elite Sport schreibt die Sorte in die Modellnamen: Ultra GTech Pro, ES Centum + und EsTec Aqua 5007B. Ein Wetterschlüssel ist das nicht. Derselbe Ultra GTech Pro steht am Neo Revolution X für außergewöhnlichen Grip und am Supreme FN für alle Wetterbedingungen, und die Produktbeschreibungen weisen jede der drei Sorten als allwettertauglich aus. Ultra GTech Pro und ES Centum + nennen die leicht feuchte Handfläche als besten Zustand, EsTec Aqua 5007B zusätzlich Kälte und Nässe. Was ein Belag kann, steht in der Beschreibung des Artikels.
Die Naht entscheidet über den Sitz. Außen liegende Nähte bauen breiter und lassen mehr Luft, nach innen gelegte ziehen den Handschuh eng an die Hand, dazwischen liegen Rollfinger und Mischformen; uhlsport allein führt acht Schnittbezeichnungen. Der Supreme FN trägt seine im Artikelnamen, Negative Contact, und beschreibt sich als eng anliegend mit doppelt umwickeltem Daumen. Neo Revolution X und II nennen den Flash X Cut mit zweiseitiger Umwicklung an Daumen, Zeige- und Kleinfinger, der Spin den Speed Cut mit halb umlaufender Latexumwicklung. Eine klassische Außennaht nennt keine der Beschreibungen.
Über die Lebensdauer entscheidet weniger die Serie als der Boden. Auf Kunstrasen und Hartplatz schleift der Belag schneller ab als auf Naturrasen, und uhlsport hat dafür eine eigene Linie im Programm, die RESIST-Range, nach Herstellerangabe „speziell für Kunstrasen und Hartböden entwickelt" und besonders abriebfest. Dass ein weicher Belag mit der Zeit Spuren zeigt, ist deswegen kein Reklamationsgrund: Reusch führt Gebrauchsspuren bei weichen Belägen ausdrücklich als normal und nicht als Qualitätsmangel.
| Merkmal | Was es bewirkt | Für wen |
|---|---|---|
| Ultra GTech Pro Latex | laut Beschreibung Grip und Haltbarkeit bei allen Wetterbedingungen, hohe Leistung bei leicht feuchtem Belag | ein Paar für die ganze Runde |
| ES Centum + Latex | laut Beschreibung überlegener Grip, beste Leistung bei feucht gehaltener Handfläche | Torhüter, die ohnehin anfeuchten |
| EsTec Aqua 5007B Latex | laut Beschreibung besonders bei kaltem und nassem Wetter, für alle Bedingungen freigegeben | späte Herbstspiele, erste Wochen nach der Winterpause |
| 4 mm Latex auf Schaumstoffunterlage | die Unterlage liegt unter dem Belag und reduziert laut Beschreibung den Aufprall | viele harte Bälle aus kurzer Distanz |
| Negativer Schnitt | die Nähte liegen innen, der Handschuh zieht sich eng an die Hand | schmale Hände, viel Gefühl am Ball |
Vom Jugendtor bis zur Kreisliga
Im Jugendtor wächst die Hand schneller, als der Handschuh verschleißt. Eine Nummer auf Zuwachs lohnt trotzdem nicht, weil ein zu weiter Handschuh beim Fausten wegdreht. Besser die Größe messen und den Belag danach wählen, wie oft auf Kunstrasen trainiert wird. Im Winter gehört ein langärmliges Oberteil aus der Fussballbekleidung dazu: Der Torhüter steht in den Minuten ohne Ballkontakt still, und genau dort holt ihn die Kälte ein.
Im Punktspielbetrieb trennen viele Torhüter zwei Paare: eines fürs Training, das den Abrieb aufnimmt, eines fürs Spiel, das griffig bleibt. Nach dem Abpfiff wandern beide feucht in dieselbe Tasche, und dort beginnt der Schaden. Ein Bodenfach, in dem Schuhe und Handschuhe nicht auf dem Trikot liegen, führt knapp ein Drittel der Sporttaschen fürs Training. Beim Wechsel ins Erwachsenentor kommt meist mehr dazu, ein zweites Trikot aus der Fussballbekleidung für Herren und ein Paar Socken.
Nach dem Abpfiff und vor dem Anpfiff
Reusch schreibt für die eigenen Handschuhe vor, sie nach jedem Spiel mit warmem Wasser von höchstens 35 Grad zu reinigen, niemals in der Waschmaschine und ohne aggressive Mittel. Getrocknet wird langsam an der Luft. Heizkörper und pralle Sonne beschädigen das Material; ein hart gewordener Belag kommt nicht zurück. Gelagert wird kühl, trocken und dunkel, denn UV-Strahlung macht Latex porös und brüchig. Neonlicht nennt der Hersteller ausdrücklich, also auch das über der Kabinenbank.
Zusammengeknüllt in der Tasche verliert ein Handschuh den Grip nicht im Spiel, sondern in der Woche dazwischen. Vor dem Anpfiff steht der umgekehrte Handgriff, denn der Belag greift feucht besser als trocken. Beim Spin steht das wörtlich in der Beschreibung, beste Leistung bei feucht gehaltener Handfläche. Reusch empfiehlt entsprechend, die eigenen Handschuhe vor dem Spiel leicht anzufeuchten, und nennt für die eigenen Aqua-Beläge ein bis zwei Stunden Vorlauf mit lauwarmem Wasser.
Wie die Runde über den Belag entscheidet
Die Punktrunde läuft in zwei Hälften, dazwischen liegt die Winterpause. Zum Rundenstart im Spätsommer sind die Plätze trocken und hart, die letzten Herbstspiele und die Wochen nach der Pause nass und kalt, oft auf Kunstrasen. Für den Belag ist das weniger eine Entscheidung, als es klingt: Die Produktbeschreibungen der Reihen hier nennen jeweils alle Wetterbedingungen, der Neo Revolution II zusätzlich Kälte und Nässe. Was die Runde tatsächlich trennt, ist der Untergrund. Kunstrasenmonate kosten mehr Belag als Sommerwochen auf Naturrasen. Ob ein einziges Paar durch die Runde kommt, entscheidet der Verschleiß.
Was auf dieser Seite liegt
Das Sortiment hier trägt eine einzige Marke, Elite Sport; die Serien stehen in den Modellnamen: Neo Revolution, Supreme und Spin. Schwarz und Weiß bestimmen das Bild, dazu ein Farbakzent in Aqua, den der Farbfilter unter blau führt; zweifarbige Handschuhe stehen ohnehin unter beiden Werten. Vier Millimeter Latex auf der Innenhand stehen in jedem Artikelnamen, unterschiedlich ist die Schaumstoffunterlage darunter, drei Millimeter beim Spin und vier bei den übrigen. Gebündelt liegen die Reihen bei den Elite Sport Torwarthandschuhen, die übrige Ausrüstung eine Ebene höher im Fussballbereich.
Häufige Fragen zum Handschuh im Tor
Welche Handschuhgröße ist die richtige?
Die, die zur gemessenen Hand passt, und zur Tabelle des Herstellers, bei dem bestellt wird. Reusch legt 20,3 Zentimetern Handumfang die Größe 8 bei, uhlsport derselben 8 rund 21,3 bis 22,5 Zentimeter und daneben eine Handbreite von 8,5 bis 8,7. Erst klären, welcher Wert gemeint ist, dann messen.
Dürfen die Handschuhe in die Waschmaschine?
Nein. Reusch schließt die Maschine für die eigenen Modelle ausdrücklich aus und verlangt stattdessen warmes Wasser von höchstens 35 Grad, ohne aggressive Mittel. Trommel, Schleudergang und Waschmittel greifen den Latex an. Danach langsam an der Luft trocknen.
Warum werden die Handschuhe vor dem Spiel angefeuchtet?
Weil der Belag feucht mehr greift als trocken. Die Beschreibungen der Modelle hier sagen genau das, der Spin wörtlich: beste Leistung, wenn die Handfläche feucht gehalten wird. Reusch empfiehlt für die eigenen Handschuhe entsprechend, sie vor dem Spiel leicht anzufeuchten. Der Handgriff vor dem Anpfiff hat einen Grund.
Wie lange hält ein Paar?
So lange, wie der Untergrund es zulässt. Auf Kunstrasen und Hartplatz reibt der Belag deutlich schneller ab als auf Naturrasen. Dass ein weicher Belag dabei Spuren zeigt, ist laut Reusch normal und kein Qualitätsmangel. Verlängern lässt sich die Zeit über die Lagerung: dunkel, kühl, weg von Sonne und Neonlicht.
Mit oder ohne Fingerschutz?
Das hängt daran, ob der Handschuh vor allem schützen oder Gefühl geben soll. Die Schiene im Handrücken begrenzt das Überstrecken der Finger und nimmt dafür Beweglichkeit. Weder Artikelnamen noch Artikeldaten dieser Kategorie führen das Merkmal; es steht in der Beschreibung des Modells.
Welche Handschuhe passen auf Kunstrasen?
Solche mit abriebfestem Belag. Kunstrasen und Hartplatz schleifen weiches Wettkampflatex in wenigen Einheiten stumpf, deshalb führen die Hersteller dafür eigene Linien, uhlsport etwa die RESIST-Range, „speziell für Kunstrasen und Hartböden entwickelt". Für die Modelle auf dieser Seite nennen die Artikeldaten keine Kunstrasenfreigabe. Wetterfestigkeit und Abriebfestigkeit sind zwei verschiedene Dinge; die Beschreibungen hier sprechen vom Wetter.





