aktueller Hinweis: die Lieferzeit beträgt derzeit 3 bis 4 Werktage | mehr Informationen hier

Laufschuhe stehen hier in vierstelliger Zahl im Regal, und knapp ein Drittel davon ist auf Trail ausgelegt, also auf Waldboden, Schotter und Wurzeln statt auf Asphalt. Der Untergrund entscheidet hier mehr über die Bauart als das Tempo, das man läuft. Profil, Schutz und Sohlenaufbau richten sich danach. Dazu kommen Modelle fürs Walking und für zügige Wanderungen.



Dämpfung, Sprengung und Profil


Die Dämpfung bestimmt, wie viel Aufprall die Sohle schluckt und wie viel im Gelenk ankommt. Viel Material fühlt sich weich an und kostet Bodengefühl, wenig Material meldet jeden Stein zurück und verlangt eine gut trainierte Wade. Wer viel Kilometer sammelt, fährt mit der weicheren Variante besser, wer schnell und kurz läuft, mit der direkteren.


Die Sprengung, also der Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß, verschiebt die Last zwischen Achillessehne und Knie. Eine hohe Sprengung entlastet die Sehne, eine niedrige den Kniestrecker. Wer wechselt, macht das über Wochen und nicht von einem Lauf auf den nächsten.


Das Profil trennt Straße von Gelände. Auf Asphalt genügt eine flache, abriebfeste Gummisohle, im Wald braucht es Stollen, die sich im nassen Boden verzahnen, und einen Schutz gegen spitze Steine. Ein Trailprofil auf Asphalt nutzt sich schnell ab und läuft sich unruhig. Die Reibung zwischen Fuß und Schuh fangen am Ende die Laufsocken ab, die zur Passform gehören wie die Einlegesohle.



Welche EU-Größe zu welchem Fuß passt


Die Staffel folgt dem Pariser Stich, ein Größenschritt sind zwei Drittel Zentimeter; einzelne Serien staffeln zusätzlich in Drittel- oder Halbgrößen. Nach unten laufen einzelne Kindermodelle schon ab Größe 18, wie weit eine Serie nach oben reicht, steht am jeweiligen Artikel.









EU-GrößeWas sich an Leisten und Volumen ändertFür wen
bis 35schmale, kurze Leisten; der Fuß wächst schubweise, deshalb alle paar Monate nachmessenSchulsport und erste Vereinsläufe
36 bis 38schlanke Leiste, niedrigeres Volumen im Rist, meist aus der Damenserieschmale Füße, Jugendliche am Ende des Wachstums
39 bis 42Überschneidungsbereich, in dem Damen- und Herrenserien nebeneinanderlaufenwer zwischen den Serien vergleichen möchte
43 bis 45mehr Volumen im Vorfuß, kräftigere Sohlenkonstruktionschwerere Läufer und breite Ballenpartie
46 und größerbis 46 ist die Auswahl breit, darüber dünnt sie aus, ab 48 bleiben einzelne Seriengroße Füße, Kontrolle der Innenlänge lohnt


Für welche Runde welcher Schuh


Wer die Hausrunde auf Asphalt und Radweg dreht, sucht Dämpfung und eine glatte, haltbare Außensohle. Solche Straßenmodelle finden sich in beiden Serien, bei den Modellen für Herren wie bei denen für Damen.


Im Gelände dreht sich die Anforderung um. Dort zählen Grip auf nassem Laub, ein fester Fersenhalt in der Querneigung und ein Schutz vor Steinen an der Spitze. Diese Gruppe ist mit Abstand die größte im Bestand.


Für zügiges Gehen, Spaziergänge und Wanderungen mit leichtem Gepäck gibt es eine eigene Gruppe mit stabilerer Ferse und robusterem Obermaterial. Und weil Kinderfüße andere Proportionen haben als verkleinerte Erwachsenenfüße, stehen die Laufschuhe für Kinder getrennt.



Wie sich der Bestand verteilt


Den größten Anteil stellt adidas Performance mit über 180 Paaren, gefolgt von La Sportiva und Merrell mit je rund 150, dann Asics mit über hundert. Topo, Lowa, Hoka, Craft und 361° ergänzen das Feld, teils mit klarem Schwerpunkt im Gelände. Herrenmodelle machen den größeren Teil aus, gut ein Drittel entfällt auf Damen, dazu kommen Größen für Jungen und Mädchen. Preislich beginnt es unter dreißig Euro, die Hälfte der Paare liegt über 120 Euro, nach oben endet es jenseits der zweihundert. Trainer, Wiederverkäufer und Gewerbetreibende erhalten bei uns Sonderkonditionen. Was sonst noch zur Laufausrüstung gehört, steht im Bereich Running.



Weite, Anprobe und Reinigung


Laufmodelle wählt man eine halbe bis ganze Nummer größer als den Alltagsschuh. Der Fuß schwillt während der Belastung an und rutscht im Gefälle nach vorn, deshalb gehört vor die Zehen etwa eine Daumenbreite Luft. Anprobiert wird am späten Nachmittag und mit den Socken, die später auch gelaufen werden. Die Weite prüft man im Ballenbereich: Der Fuß soll seitlich anliegen, ohne dass sich das Obermaterial über der Kante wölbt.


Nach dem Lauf gehören Schuh und Laufbekleidung aus der Tasche und an die Luft. Grober Schmutz kommt trocken mit der Bürste ab, Salzränder mit lauwarmem Wasser. Waschmaschine, Heizung und pralle Sonne lösen Klebstoff und machen die Zwischensohle hart. Einlegesohlen trocknen separat.



Nasse Monate, warme Monate


Im Winterhalbjahr sind die Wege weich, dunkel und oft nass. Dann zahlen sich tiefes Profil, reflektierende Elemente und ein wasserabweisendes Obermaterial aus, wobei eine Membran auch Wasserdampf zurückhält und den Schuh wärmer macht. Im Sommer dreht sich das um: offenes Mesh, wenig Kaschierung, schnelles Trocknen nach dem Regenguss. Wer ganzjährig läuft, fährt mit zwei Paaren im Wechsel am besten. Die Zwischensohle bekommt zwischen den Einheiten Zeit, sich zurückzustellen.



Vor dem Bestellen geklärt


Wie fällt die Größe aus?


In der Regel eine halbe bis ganze Nummer über der Alltagsgröße. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern die Innenlänge: Vor dem längsten Zeh soll etwa ein Daumen Platz bleiben, während die Ferse fest sitzt und beim Abrollen nicht mitgeht.


Worin unterscheiden sich Trail- und Straßenmodelle?


Im Profil, im Schutz und in der Steifigkeit. Trailmodelle haben Stollen, eine verstärkte Spitze und eine verwindungsfeste Sohle für schiefen Untergrund. Straßenmodelle setzen auf glatte Gummimischungen und weiche Abrollgeometrie. Umgekehrt eingesetzt verschleißen beide schneller.


Neutralschuh oder Stabilschuh?


Ein Stabilschuh stützt die Innenseite und bremst ein starkes Einknicken des Fußes. Wer beschwerdefrei läuft und normale Abnutzungsspuren an der alten Sohle hat, bleibt beim Neutralschuh. Bei wiederkehrenden Beschwerden hilft der Filter nach Pronationstyp, der neutrale von stützenden Modellen trennt.


Dürfen die Schuhe in die Waschmaschine?


Besser nicht. Hitze und Trommelbewegung lösen die Verklebung zwischen Sohle und Obermaterial, außerdem verliert die Zwischensohle an Rückstellkraft. Bürste, lauwarmes Wasser und Trocknen im Schatten reichen auch bei stark verschmutzten Trailschuhen aus.


Taugt ein Trailmodell zum Wandern?


Auf gut ausgebauten Wegen und mit leichtem Gepäck ja, Trailmodelle sogar sehr gut. Sobald der Rucksack schwerer wird oder das Gelände steil und steinig, fehlt der Sohle die Steifigkeit und dem Schaft der Halt am Knöchel.