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Outdoorbekleidung steht hier in mehreren tausend Teilen bereit, und über die Hälfte davon sind Jacken. Der Rest verteilt sich auf Hosen, Fleece, Shirts und Zubehör wie Mützen oder Handschuhe. Herrengrößen bilden den größten Block, Damen folgen deutlich dahinter, Kindergrößen laufen getrennt. Der Unterschied zwischen zwei ähnlich aussehenden Jacken liegt fast immer in der Lage, für die sie gedacht ist.



Für welchen Einsatz welches Teil



Wer morgens zur Arbeit fährt und nachmittags eine Runde geht, braucht keine Expeditionsausrüstung, sondern eine Übergangs- oder Ganzjahresjacke, die Wind abhält und im Zug nicht zu warm wird. Der Zuschnitt fällt bei Damen- und Herrenmodellen unterschiedlich aus, weshalb sich der Blick in die Bekleidung für Damen lohnt, bevor man nach Größe filtert.



Für Schneetage, Skihang und lange Standzeiten im Kalten zählt dagegen Isolation. Winterjacken sind die größte Jackengruppe im Sortiment, dazu kommen wattierte Skihosen und Trekkinghosen mit Verstärkung. Beides steht bei der Bekleidung für Herren in mehreren Wärmestufen.



Kinder brauchen weniger Technik und mehr Robustheit, dazu Reserven im Ärmel für das nächste Jahr. Die entsprechenden Schnitte liegen in der Bekleidung für Kinder. Was am Ende über den warmen Tag entscheidet, sind ohnehin oft Mütze und Handschuhe aus dem Bekleidungszubehör.



Worauf es bei Outdoorbekleidung ankommt



Der Lagenaufbau entscheidet mehr als jedes Einzelteil. Eine Schicht transportiert Feuchtigkeit von der Haut weg, eine wärmt, eine hält Wind und Wasser ab. Sobald eine Lage zwei Aufgaben gleichzeitig übernehmen soll, geht es auf Kosten einer der beiden. Deshalb funktioniert eine dünne Jacke über Fleece meist besser als eine dicke Jacke allein.



Wasserdicht und winddicht sind nicht dasselbe. Softshell ohne Membran hält Wind ab und bleibt sehr atmungsaktiv, gibt bei anhaltendem Regen aber nach; Modelle mit Membran sind auch wasserdicht. Eine Jacke mit wasserdichter Membran hält den Regen draußen, staut dafür bei Anstrengung Wärme, wenn Belüftungsreißverschlüsse fehlen.



Bei der Isolation entscheidet die Feuchtigkeit. Daune wärmt bezogen auf ihr Gewicht am besten und packt sich klein, verliert nass aber fast alles. Synthetische Füllung bleibt feucht brauchbar und wiegt dafür mehr.



Die Details tragen den Rest: eine Kapuze, die sich enger stellen lässt, Bündchen, die den Ärmel dicht halten, und ein Rückenschnitt, der beim Vorbeugen nicht hochrutscht. Wer einen Rucksack trägt, prüft zusätzlich, ob die Taschen unter dem Hüftgurt liegen; die passenden Modelle stehen bei den Outdoortaschen.



Die Jackentypen im Vergleich











TypWas sie leistetFür wen
Winterjackegefüttert, windfest, meist wasserabweisendFrost, Schnee, langes Stehen im Kalten
Fleecejackewärmt bei geringem Gewicht, trocknet schnell, kein WindschutzZwischenlage unter der Jacke oder Abend auf der Hütte
Softshelljackedehnbar und windabweisend, sehr atmungsaktiv, mit Membran auch wasserdichtzügige Touren, je nach Modell auch bei Regen
GanzjahresjackeWetterschutz außen, herausnehmbare oder feste Innenlageeine Jacke für zwölf Monate, Pendeln und Alltag
Übergangsjackeleicht gefüttert, kompakt, wenig VolumenFrühjahr und Herbst, wechselhafte Tage
HybridjackeIsolation nur an kalten Zonen, elastische Einsätze an Flanke und ArmBewegung bei Kälte, wo eine volle Winterjacke zu warm wird


Größen, Passform und Pflege



Geführt wird nach Konfektionsgrößen, bei Hosen zusätzlich in Kurz- und Langgrößen. Beim Anprobieren gehört die Lage darunter mit hinein, die später auch getragen wird: Eine Jacke, die über dem T-Shirt perfekt sitzt, spannt über dem Fleece an Schulter und Oberarm. Die Arme werden im Stehen über den Kopf geführt, dabei darf der Saum nicht über die Hüfte rutschen. Kinderjacken kauft man eher mit Reserve im Ärmel als eine ganze Nummer größer, sonst sitzt die Kapuze schief.



Gewaschen wird mit Flüssigwaschmittel ohne Weichspüler, der die Fasern verklebt und die Atmungsaktivität senkt. Membranjacken bekommen nach mehreren Wäschen eine neue Imprägnierung; Wärme im Trockner oder das Bügeleisen auf niedriger Stufe durch ein Tuch aktiviert sie wieder. Daune wird selten und mit Spezialmittel gewaschen und danach lange mit Bällen im Trockner aufgeschlagen, sonst verklumpt die Füllung.



Über das Jahr



Das Sortiment folgt zwei Halbjahren. Für die kalte Hälfte stehen Winterjacken, Skihosen, Beanies und Handschuhe bereit, für die warme leichte Shirts, kurze Hosen und dünne Windjacken. Dazwischen liegt die längste Phase: Wochen, in denen es morgens frisch und mittags mild ist. Genau dafür sind Übergangs- und Hybridjacken gebaut. Wer nur ein Teil pro Jahr kauft, fährt mit der mittleren Lage am besten, weil sie in beide Richtungen kombinierbar bleibt.



Marken und Preisklassen



Den größten Teil des Regals stellen Schöffel und Jack Wolfskin, den technischen Salewa, La Sportiva und Löffler, dazu Bergans und Berghaus. adidas Performance, 4F und Champion decken Alltag und Sport ab, beim Zubehör kommen Arcade und Buff dazu. Mützen fangen einstellig an und reichen bei Merinomodellen bis knapp sechzig Euro, der Schwerpunkt der Bekleidung liegt im zweistelligen Bereich. Daunen- und Hardshelljacken gehen in den dreistelligen. Wir führen den Fachhandel seit 2003. Die passenden Schuhe dazu stehen bei den Wanderschuhen, die dünnste Lage bei den Outdoorsocken, der Überblick über alles Weitere im Bereich Outdoor.



Häufige Fragen



Was unterscheidet eine Softshelljacke von einer Regenjacke?


Softshell ist dehnbar und angenehm zu tragen. Ohne Membran hält es Wind ab und Regen nur kurz stand, mit Membran ist es auch wasserdicht. Eine Regenjacke mit Membran bleibt bei Dauerregen dicht, fühlt sich dafür steifer an und staut Wärme. Wer beides braucht, kombiniert Softshell mit einer dünnen Regenjacke im Rucksack.



Reicht eine Fleecejacke im Winter?


Allein selten. Fleece wärmt gut, lässt Wind aber ungebremst durch, weshalb es sich bei Zugluft schnell kalt anfühlt. Als Zwischenlage unter einer winddichten Jacke ist es dagegen kaum zu schlagen und trocknet nach dem Schwitzen schnell wieder.



Wofür ist eine Hybridjacke gedacht?


Die Hybridjacke isoliert nur dort, wo der Körper auskühlt, also an Brust und Rücken, und setzt an Flanken und Armen elastisches Material ein. Dadurch bleibt sie bei Bewegung angenehm, während eine durchgehend gefütterte Jacke bereits nach dem ersten Anstieg zu warm wird.



Wie wird eine Funktionsjacke gewaschen?


Mit Flüssigwaschmittel, ohne Weichspüler, alle Reißverschlüsse geschlossen. Danach die Imprägnierung erneuern, sobald Wasser nicht mehr abperlt, sondern einzieht. Kurze Wärme im Trockner oder Bügeln durch ein Tuch auf niedriger Stufe bringt die Beschichtung wieder in Form.



Wie viel Platz braucht eine Jacke über dem Fleece?


Genug, dass sich die Arme frei heben lassen und nichts an der Schulter spannt. Wer die Jacke über Fleece trägt, bleibt bei seiner gewohnten Konfektionsgröße und prüft Schulter und Oberarm mit der Zwischenlage darunter. Wird sie allein getragen, darf sie körpernäher sitzen - eng anliegen sollte sie nicht, sonst wird die Füllung zusammengedrückt und wärmt weniger.