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Outdoorbekleidung Herren umfasst hier rund 2.300 Teile, knapp zwei Drittel davon Jacken. Der Rest verteilt sich auf lange und kurze Hosen, Shirts, Hemden und Westen. Der Großteil ist als Sportbekleidung geführt, ein knappes Viertel zusätzlich als Freizeitware. Gekauft wird in diesem Bereich nach Einsatz, nicht nach Optik.



Typische Anlässe im Herrensortiment


Für die Mehrtagestour trägt die Kombination aus Trekkinghose und Fleecejacke am weitesten; die Trekkinghose ist der größte Hosentyp im Bestand. Die passenden Wanderschuhe für lange Etappen stehen eine Ebene daneben.


Auf dem Arbeitsweg mit dem Rad zählt Windschutz ohne Hitzestau, dafür sind Softshelljacke und Fahrradhose gebaut. Der Wechselpullover reist in einer der Outdoortaschen mit Regenschutz mit.


Beim langen Stehen im Winter, am Spielfeldrand oder auf dem Hundeplatz, kippt die Rechnung: Dann zählt Isolation mehr als Atmungsaktivität. Winterjacken stellen die größte Jackengruppe im Herrenbereich.



Woran sich Herrenmodelle unterscheiden


Entscheidend ist zuerst die Lage im Schichtsystem. Eine Fleecejacke wärmt als Mittellage und lässt Wind durch, eine Softshelljacke hält ihn ab und verliert dafür an Wärmeleistung, eine Winterjacke bringt beides mit und wird beim Aufstieg schnell zu warm. Ausschlaggebend ist am Ende das eigene Tempo.


Im Detail entscheidet die Herrenpassform über den Sitz: Rückenpartie lang genug, dass sie beim Vorbeugen bedeckt bleibt, Ärmel bis über das Handgelenk bei angewinkeltem Arm, Schulter frei genug für den Rucksackgurt. Brusttaschen bleiben unter Hüftgurt und Klettergurt erreichbar, Seitentaschen nicht. Ein Zwei-Wege-Reißverschluss lässt sich im Sitzen von unten öffnen, was auf dem Rad und im Auto zählt. Bei Nässe von unten arbeitet die Hose gegen den Schuh, deshalb lohnen ein längeres Bein und Outdoorsocken mit hohem Schaft an derselben Stelle.



Die Hosentypen nebeneinander










TypWas er leistetPasst zu
Trekking- und Wanderhoserobuster Stoff, Bewegungsfreiheit im Schritt, viele Modelle mit ZippbeinTagestouren und mehrtägige Wege
Softshellhosewindabweisend, mit Membran auch winddicht, wärmt ohne Futterkühle Übergangstage, Klettersteig
Skihosegefüttert, oft mit Schneefang am Bein und hohem BundPiste und langes Stehen im Schnee
Fahrradhoseenger Schnitt, viele Modelle mit Sitzpolster und reflektierenden DetailsPendelstrecke und Feierabendrunde
Funktionshosedünner, leichter Stoff, kleines Packmaßwarme Tage und knappes Reisegepäck
Regenhoseüber der normalen Hose zu tragen, Modelle mit verschweißten NähtenDauerregen, Reserve im Rucksack


Hersteller und Preislagen im Herrenbereich


Den Bereich tragen Schöffel und Jack Wolfskin mit der breitesten Auswahl, dazu Salewa, La Sportiva und Mammut für Touren sowie Löffler und Maul für Rad und Alltag. Preislich reicht der Bereich vom einfachen Funktionsshirt bis zur technischen Winterjacke für die Hochtour. Wer den Einstieg breiter fassen will, findet in der gesamten Outdoorbekleidung auch die Damen- und Kinderregale. Für Trainer, Wiederverkäufer und Gewerbetreibende gelten Sonderkonditionen.



Nachgefragt zum Herrensortiment


Reicht eine Softshelljacke im Winter?


Solange man in Bewegung bleibt, ja. Das Material hält Wind ab und transportiert Feuchtigkeit nach außen. Bei Frost und langen Pausen fehlt ihr die Isolation, dann kommt entweder eine wärmende Mittellage darunter oder gleich eine Winterjacke.


Was unterscheidet Trekkinghose und Funktionshose?


Die Trekkinghose ist auf Scheuerstellen ausgelegt, hat festeren Stoff und oft verstärkte Partien an Gesäß und Knie. Die Funktionshose spart Gewicht und trocknet schneller. Für Geröll und Gestrüpp hält die Trekkinghose länger, für warme Reisetage packt die Funktionshose kleiner.


Wozu taugt eine Hybridjacke?


Die Hybridjacke kombiniert wattierte Zonen vorn mit elastischen Einsätzen an Armen und Rücken. Damit wärmt sie dort, wo der Fahrtwind trifft, und staut keine Hitze, wo der Körper arbeitet. Auf dem Rad und beim zügigen Gehen ist das die angenehmere Lösung als eine durchgehend gefütterte Jacke.


Lohnt sich eine Ganzjahresjacke?


Viele Ganzjahresjacken sind als 3in1 gebaut: Wetterschutzjacke plus herausnehmbare Innenjacke, beide einzeln tragbar. Wer nur ein Teil im Schrank haben will und keine Extreme sucht, kommt damit durch alle Monate. Wer viel im Gebirge unterwegs ist, fährt mit zwei spezialisierten Jacken besser.